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Freitag, 15.03.2019

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"
Ez 18,21-28;Ps 130,1-2.3-4.5-6b.6c-7a u. 8;Mt 5,20-26
Hl. Klemens Maria Hofbauer

Klemens Maria Hofbauer (1751 - 1820), mit dem Beinamen "Apostel von Wien", wurde zunächst Bäcker, weil seine Eltern kein Geld für seine Ausbildung zum Priester hatten. Durch Unterstützung guter Leute wurde ihm dies schliesslich ermöglicht. In seinem vielfältigen Wirken, das im Gegensatz zum aufgeklärt-rationalistischen "Josephinismus" stand, verfocht er eine ausgesprochene Individualseelsorge, führte Hausbesuche ein und war vielfach caritativ tätig, Er pflegte Kontakte zu Künstlern der Deutschen Romantik ebenso wie mit einfachen Leuten und Armen. Er ist Stadtpatron von Wien.

Hymnus

Nun ist sie da, die rechte Zeit,

die Gottes Huld uns wieder schenkt,

nun ist er da, der Tag des Heils,

erfüllt von Christi hellem Licht.

 

Jetzt soll sich unser ganzes Herz

durch Fasten und Gebet erneun,

und durch Entsagung werde stark,

was müde ist und schwach und krank.

 

Lass uns, o Herr, mit Geist und Leib

das Werk der Buße freudig tun,

dass wir den Übergang bestehn

zum Pascha, das kein Ende kennt.

 

Dir, höchster Gott, Dreifaltigkeit,

lobsinge alles, was da lebt.

Lass uns, durch deine Gnade neu,

dich preisen durch ein neues Lied.

Psalm 46, 2-12

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg.

 

 

 

 

Gott ist uns Zuflucht und Stärke, *

ein bewährter Helfer in allen Nöten.

Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt, *

wenn Berge stürzen in die Tiefe des Meeres,

wenn seine Wasserwogen tosen und schäumen *

und vor seinem Ungestüm die Berge erzittern.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, *

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt, *

des Höchsten heilige Wohnung.

Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken; *

Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.

Völker toben, Reiche wanken, *

es dröhnt sein Donner, da zerschmilzt die Erde.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, *

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

Kommt und schaut die Taten des Herrn, *

der Furchtbares vollbringt auf der Erde.

Er setzt den Kriegen ein Ende *

bis an die Grenzen der Erde; er zerbricht die Bogen, zerschlägt die Lanzen, *

im Feuer verbrennt er die Schilde.

«Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin, *

erhaben über die Völker, erhaben auf Erden.»

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, *

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen.

 

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsre Burg.

 

 

 

Kurzlesung Jak 5 16. 19-20

Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet! Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.

Meine Brüder, wenn einer bei euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zur Umkehr bewegt,

dann sollt ihr wissen: Wer einen Sünder, der auf Irrwegen ist, zur Umkehr bewegt, der rettet ihn vor dem Tod und deckt viele Sünden zu.

Responsorium

R Sei mir gnädig und heile mich, * ich habe vor dir gesündigt. - R V Verschließe mir nicht dein Erbarmen; Herr, eile mir zu Hilfe. * Ich habe vor dir gesündigt. Ehre sei dem Vater. - R

Impuls

„Die Kirche stellt uns wieder neu vor allem die nachdrückliche Ermahnung vor Augen, die der Prophet Joël an das Volk Israel richtet: „Kehrt um zu mir von ganzem Herzen mit Fasten, Weinen und Klagen“ (Joel 2,12). Die Worte „von ganzem Herzen“ sind dabei zu unterstreichen; sie bedeuten: vom Zentrum unserer Gedanken und Gefühle her, von den Wurzeln unserer Entschlüsse, Entscheidungen und Taten aus, in einem Akt völliger und radikaler Freiheit. Aber ist eine solche Umkehr zu Gott möglich? Ja, denn es gibt eine Kraft, die nicht in unserem Herzen wohnt, sondern dem Herzen Gottes selbst entströmt. Es ist die Kraft seiner Barmherzigkeit. Der Prophet fährt fort: „Kehrt um zum Herrn, eurem Gott! Denn er ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Güte und es reut ihn, dass er das Unheil verhängt hat“ (V. 13). Die Umkehr zum Herrn ist möglich als „Gnade“, denn sie ist Werk Gottes und Frucht unseres Glaubens an seine Barmherzigkeit. Dieses Umkehren zu Gott wird in unserem Leben nur dann konkrete Wirklichkeit, wenn die Gnade des Herrn in unser Innerstes eindringt, es aufrüttelt und uns die Kraft gibt, unser „Herz zu zerreißen“. Wieder ist es der Prophet, der von Gott her diese Worte erschallen lässt: „Zerreißt eure Herzen, nicht eure Kleider“ (V. 13). In der Tat sind auch heute viele bereit, angesichts von – natürlich von anderen begangenen – Skandalen und Ungerechtigkeiten „ihre Kleider zu zerreißen“, aber wenige scheinen bereit, auf ihr „Herz“, ihr Gewissen, ihre Absichten einzuwirken und zuzulassen, daß der Herr sie verwandle, erneuere und bekehre.“ (Benedikt XVI., Predigt zum Aschermittwoch, 13. Februar 2013)

 

„Jetzt ist sie da, die Zeit der Gnade; jetzt ist er da, der Tag der Rettung“ (2 Kor 6, 2) – auch uns gilt der Ruf des hl. Apostels Paulus, mit der Betonung auf „Jetzt“ und auf „Gnade“. „Gnade“, weil der Herr aus dem Reichtum seiner Barmherzigkeit geistliche Gaben für all jene vorbereitet hat, welche die Fastenzeit für Fasten, Gebet, Beichte und gute Werke auf rechte Weise nutzen. „Jetzt“, weil es vielleicht die letzte Chance in unserem Leben ist, um dem Ruf Gottes zu entsprechen und zu ihm umzukehren; vielleicht die letzte Gnade, die der Herr uns gewährt, bevor wir unvorbereitet vor ihn hintreten müssen. Der Gedanke an den Tod ist ein wirksames Mittel, ernst zu machen mit unserer himmlischen Berufung, die uns sonst oft so fremd und weit weg erscheint. Kein Wunder, dass die Schlange im Paradies genau diesen Gedanken verhindern will: „Ihr werdet nicht sterben“ – doch! Nutz die Zeit, die er dir gewährt, solange du sie noch hast. „Seid heilig, wie auch euer Vater im Himmel heilig ist.“ Er hat es ernst gemeint – meinen auch wir es ernst mit ihm! Tun wir Buße zur Vergebung unserer Sünden und zur Erneuerung im Heiligen Geist, Gott zur Ehre und uns zum Heil.

Gebetsgedenken

Um rechte Bußgesinnung für alle Glieder der Kirche und deren Erneuerung in Österreich aus der Quelle der Beichte.

 

Oration

Allmächtiger Gott, gib, dass deine Gläubigen sich in rechter Weise auf Ostern vorbereiten, und was wir dem Leib an Entsagung auferlegen, das trage reiche Frucht und erneuere unseren Geist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Amen

 

WIR BETEN MIT DEM KARDINALGROSSMEISTER:

Zum Nachdenken:

Wenn ein Bruder oder eine Schwester ohne Kleidung ist und

ohne das tägliche Brot und einer von euch zu ihnen sagt: Geht

in Frieden, wärmt und sättigt euch!, ihr gebt ihnen aber nicht,

was sie zum Leben brauchen - was nützt das?- So ist auch der

Glaube für sich allein tot, wenn er nicht Werke vorzuweisen

hat.

(Jak 2, 15-17

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.

 

 

 

 

Auferstehungsgebet

Zum Mahl des Lammes schreiten wir

mit weißen Kleidern angetan.

Christus, dem Sieger, singen wir,

der uns durchs Rote Meer geführt.

 

Am Kreuze gab er seinen Leib

für alle Welt zum Opfer hin;

und wer von seinem Blute trinkt,

wird eins mit ihm und lebt mit ihm.

 

Erstanden ist der Herr vom Grab,

kehrt siegreich aus dem Tod zurück.

Gefesselt ist der Fürst der Welt,

und offen steht das Paradies. (GL Nr. 642)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.