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Komturei BREGENZ

Aktuelles

Rektor Prof. Markus Bugnyar

Das Östereichische Hospiz in Jerusalem

Einen seltenen Gast aus dem Hl. Land konnte die Komturei Bregenz am 20. März 2017 empfangen - der Rektor des Österreichischen Hospiz Ordensbruder Prof. MMag. Markus Bugnyar stattete der Komturei einen Besuch ab und hielt vor 60 geladenen Gästen einen interessanten Vortrag über das Hospiz und die Situation im Hl. Land. Nach einer Vorstellung der Aufgaben des Pilgerhospizes fand Markus Bugnyar durchaus kritische Worte zur Situation in Israel und den Autonomiegebieten, wobei er jeweils anschauliche Beispiele für funktionierendes Miteinander aber auch gleichgültiges Nebeneinander der verschiedenen Gruppierungen in Jerusalem nannte. 

Mit den Mitgliedern der Komturei freute sich der Leitende Komtur Mag. Guntram Drexel über zahlreiche hochkarätigen Gäste - darunter hohe Würdenträger unserer Diözese, wie Bischof Dr. Benno Elbs, Prior der Komturei Abt Anselm van der Linde, Generalvikar und Dompfarrer Msgr. Rudolf Bischof, Dekan Paul Solomon sowie Pfarrer Edwin Matt und Erich Baldauf. Bei der anschließenden Agape konnten die rund 60 Teilnehmer bei Brot und Olivenöl aus dem Hl. Land nicht nur das Gehörte vertiefen sondern auch Informationen zum Wirken des Ritterordens und über das Hl. Land erfahren.

Das Österreichische Hospiz zur Heiligen Familie in Jerusalem ist das erste nationale Pilger-Gästehaus im Heiligen Land, eröffnet im Jahre 1863. Im Sinne der Stiftung und seiner Geschichte sind seine Gäste in erster Linie österreichische Pilger und solche aus deutsch-sprechenden Regionen als auch aus jenen Ländern, die zum Zeitpunkt der Gründung zur Habsburger-Monarchie gehörten.

Das Österreichische Hospiz liegt inmitten der Altstadt von Jerusalem, direkt an der Via Dolorosa. Von hier aus erreicht man bequem viele heilige Stätten wie Grabeskirche, Felsendom, Klagemauer oder - jenseits des Kidrontales - den Ölberg. Inmitten des pulsierenden Lebens in den Straßen der Altstadt stellt das Österreichische Hospiz eine Oase der Ruhe dar. Erbaut im Stile eines Wiener Ringstraßenpalais lädt das Pilger-Hospiz zum Verweilen ein. Das Haus bietet Stille in der Hauskapelle, einen überwältigenden Ausblick von der Dachterrasse oder Entspannung im Garten des bekannten Wiener Kaffeehauses.

Das Pilgerhospiz erfüllt neben seiner Funktion als Herberge eine nicht unbedeutende Funktion als angesehener Treffpunkt von Kunst und Kultur aber auch als Forum zwischen den verschiedenen religiösen Gruppierungen, für die Jerusalem "heilige Stadt" ist.

Besonders am Herzen liegt dem Hospiz und seinen Mitarbeitern die Sorge um die lokalen Christen, insbesondere der Missionspfarre in Gaza, die seit dem Jahr 1879 besteht. Nach Bedarf fördert das Hospiz - mit Unterstützung des Ritterordens - anstehende Aufgaben der Pfarre (Kindergarten und Schule) und das Heim für schwerstbehinderte Kinder der Mutter-Teresa-Schwestern durch Spenden-Sammlungen.

 

Dr. Rainer Gögele

Bildungspolitik am Scheideweg

Die Bildungspolitik polarisiert in Österreich seit vielen Jahren. Bereits in der Vergangenheit beschäftigten sich die Mitglieder der Komturei Bregenz mit diesem Themenkreis. Am 21. Februar 2017 referierte der prononcierte Bildungsexperte Dr. Rainer Gögele zu aktuellen Fragen und sprach sich insbesondere deutlich für eine Beibehaltung des achtjährigen Gymnasiums in Österreich aus.

Dabei zeigte Altlandesrat Vizebürgermeister Dr. Gögele, der selbst am Gymnasium Dornbirn Schoren, Religion und Latein unterrichtet, unter anderem anhand unverfänglicher und öffentlich verfügbarer Daten auf, dass das Projekt der „Vorarlberger Mittelschule“ als gescheitert zu bezeichnen ist und auch der von manchen Kreisen der Politik verfolgte Ansatz der de facto Abschaffung des Gymnasiums keine Verbesserung der Bildungssituation in Vorarlberg zu erzielen ist. Eindrucksvoll belegten zudem aktuelle Auswertungen, dass ca. 90% der Schüler und Eltern bereits gegenwärtig mit der jeweils besuchten Schule der Schüler zufrieden sind und im Grunde schon deswegen zu hinterfragen sei, inwieweit eine Zwangsreform zielführend erscheine.

Eine Beendigung der Strukturdebatte Gymnasium gegen Gesamtschule könnte die Voraussetzungen schaffen, inhaltlichen Weiterentwicklungen des öserreichischen Bildungssystems zu erzielen. Themen wie die Frühförderung in Kindergarten und Volksschule, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, einen Ausbau des ganztägigen Angebots und einer Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts dominierten sodann auch in der angeregten Diskussion der zahlreich anwesenden Mitglieder der Komturei samt ihren Gästen. Gögeles Argumente erwiesen sich gleichermassen sachlich und überzeugend sodass die Initiative „pro Gymnasium“, die sich dem Erhalt des achtjährigen Gymnasiums verschrieben hat, von der überwiegenden Zahl der Anwesenden sehr begrüsst wurde.

„Kulturhauptstadt 2024“ mit LA VB Dr. Barbara Schöbi¨-Fink

Im Rahmen des Kapitelsitzung am 22. Jänner 2017 konnte die Komturei Bregenz Dr. Barbara Schöbi-Fink gewinnen, den anwesenden Mitgliedern die Überlegungen der vier vorarlberger Rheintalstädte Bregenz, Dornbirn, Hohenems und Feldkirch zur Bewerbung für die Europäische Kulturhauptstadt 2024 darzulegen. Die Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag und Vizebürgermeisterin von Feldkirch verstand es dabei auf sympathische Weise die Vorzüge aber auch die im Vorfeld zur Prüfung der Bewerbung bestehenden Bedenken darzulegen. Die anschliessende angeregte Diskussion zeigte, dass das Thema auf breites Interesse stösst, und der sich aus dem Abend ergebende Wissensvorsprung der Mitglieder unserer Komturei diesen einmal mehr Gelegenheit bietet, als Multiplikatoren Impulse für die vorarlberger Zivilgesellschaft zu setzen.

Historisches

In der ersten Zeit der 1954 neu erstandenen Statthalterei Österreich des Ritterordens wurde Vorarlberg von Salzburg, dann von Innsbruck her betreut. Dies war mit vielen Schwierigkeiten verbunden, an deren Lösung der spätere Leitende Komtur Univ. Prof. Dr. Ivo Fischer regen Anteil nahm.

Erst am 17. 2. 1978 wurde die Komturei Bregenz offiziell begründet. Erster Leitender Komtur war Univ. Prof. Dr. Ernst Kolb (Unterrichtsminister a.D.), Prior Abt Mag. Dr. Kassian Lauterer, OCist (bis 2009) und Sekretär Univ. Prof. Dr. Ivo Fischer. Wenige Monate später verstarb Univ. Prof. Dr. Ernst Kolb und Dr. Ivo Fischer wurde Leitender Komtur. Er baute die Komturei - begünstigt durch seine hervorragenden persönlichen Kontakte - zielstrebig auf und festigte ihr Ansehen.

Auf ihn folgte der Senatsvorsitzende (Richter) Mag. Dr. Franz Ludwig Hinteregger, aus dessen Amtszeit die Investitur in Feldkirch - Rankweil besonders in Erinnerung bleibt. Von 1998 bis 2006 leitete der in Vorarlberg auch als Buchhändler sehr angesehene Kommerzialrat Oswald Anton Brunner mit großem Erfolg die Komturei Bregenz. Von 2006 bis 2014 war DI Dr. Werner Johler,MBA, Leitender Komtur, ihm folgte Mag. Guntram Drexel nach. Seit 2009 ist der derzeitige Abt von Mehrerau, Anselm van der Linde, Prior der Komturei Bregenz.

Mit der Investitur in Dornbirn im Setember 2015 werden erstmals zwei Ordensdamen in die Komturei Bregenz aufgenommen, die dann mit 29 Mitgliedern ihren bisherigen Höchsstand erreicht.

 

 

Personalia

Leitende Komture:

Mag. Guntram Drexel seit 2015

DI Dr. Werner Johler, MBA 2006 - 2014

KR Oswald Anton Brunner 1998 - 2006

Mag. Dr. Franz Ludwig Hinteregger (+) 1994 -1998

Univ. Prof. Dr. Ivo Fischer (+) 1978 - 1994

Univ. Prof. Dr. Ernst Kolb (+) 1978

 

Priore:

Abt Anselm van der Linde OCist seit 2009

Abt Mag. Dr. Kassian Lauterer OCist 1978 - 2009

 

Investituren:

2015 Dornbirn

2008 Bregenz

1995 Feldkirch - Rankweil

1981 Bregenz Mehrerau

 

Aktuelle Veranstaltungen der Komturei BREGENZ