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Komturei BREGENZ

Aktuelles

Dr. Rainer Gögele

Bildungspolitik am Scheideweg

Die Bildungspolitik polarisiert in Österreich seit vielen Jahren. Bereits in der Vergangenheit beschäftigten sich die Mitglieder der Komturei Bregenz mit diesem Themenkreis. Am 21. Februar 2017 referierte der prononcierte Bildungsexperte Dr. Rainer Gögele zu aktuellen Fragen und sprach sich insbesondere deutlich für eine Beibehaltung des achtjährigen Gymnasiums in Österreich aus.

Dabei zeigte Altlandesrat Vizebürgermeister Dr. Gögele, der selbst am Gymnasium Dornbirn Schoren, Religion und Latein unterrichtet, unter anderem anhand unverfänglicher und öffentlich verfügbarer Daten auf, dass das Projekt der „Vorarlberger Mittelschule“ als gescheitert zu bezeichnen ist und auch der von manchen Kreisen der Politik verfolgte Ansatz der de facto Abschaffung des Gymnasiums keine Verbesserung der Bildungssituation in Vorarlberg zu erzielen ist. Eindrucksvoll belegten zudem aktuelle Auswertungen, dass ca. 90% der Schüler und Eltern bereits gegenwärtig mit der jeweils besuchten Schule der Schüler zufrieden sind und im Grunde schon deswegen zu hinterfragen sei, inwieweit eine Zwangsreform zielführend erscheine.

Eine Beendigung der Strukturdebatte Gymnasium gegen Gesamtschule könnte die Voraussetzungen schaffen, inhaltlichen Weiterentwicklungen des öserreichischen Bildungssystems zu erzielen. Themen wie die Frühförderung in Kindergarten und Volksschule, die Änderung der Aufnahmekriterien ins Gymnasium, mehr Wertschätzung gegenüber der dualen Ausbildung, einen Ausbau des ganztägigen Angebots und einer Verstärkung des kostenlosen Förderunterrichts dominierten sodann auch in der angeregten Diskussion der zahlreich anwesenden Mitglieder der Komturei samt ihren Gästen. Gögeles Argumente erwiesen sich gleichermassen sachlich und überzeugend sodass die Initiative „pro Gymnasium“, die sich dem Erhalt des achtjährigen Gymnasiums verschrieben hat, von der überwiegenden Zahl der Anwesenden sehr begrüsst wurde.

„Kulturhauptstadt 2024“ mit LA VB Dr. Barbara Schöbi¨-Fink

Im Rahmen des Kapitelsitzung am 22. Jänner 2017 konnte die Komturei Bregenz Dr. Barbara Schöbi-Fink gewinnen, den anwesenden Mitgliedern die Überlegungen der vier vorarlberger Rheintalstädte Bregenz, Dornbirn, Hohenems und Feldkirch zur Bewerbung für die Europäische Kulturhauptstadt 2024 darzulegen. Die Abgeordnete zum Vorarlberger Landtag und Vizebürgermeisterin von Feldkirch verstand es dabei auf sympathische Weise die Vorzüge aber auch die im Vorfeld zur Prüfung der Bewerbung bestehenden Bedenken darzulegen. Die anschliessende angeregte Diskussion zeigte, dass das Thema auf breites Interesse stösst, und der sich aus dem Abend ergebende Wissensvorsprung der Mitglieder unserer Komturei diesen einmal mehr Gelegenheit bietet, als Multiplikatoren Impulse für die vorarlberger Zivilgesellschaft zu setzen.

Historisches

In der ersten Zeit der 1954 neu erstandenen Statthalterei Österreich des Ritterordens wurde Vorarlberg von Salzburg, dann von Innsbruck her betreut. Dies war mit vielen Schwierigkeiten verbunden, an deren Lösung der spätere Leitende Komtur Univ. Prof. Dr. Ivo Fischer regen Anteil nahm.

Erst am 17. 2. 1978 wurde die Komturei Bregenz offiziell begründet. Erster Leitender Komtur war Univ. Prof. Dr. Ernst Kolb (Unterrichtsminister a.D.), Prior Abt Mag. Dr. Kassian Lauterer, OCist (bis 2009) und Sekretär Univ. Prof. Dr. Ivo Fischer. Wenige Monate später verstarb Univ. Prof. Dr. Ernst Kolb und Dr. Ivo Fischer wurde Leitender Komtur. Er baute die Komturei - begünstigt durch seine hervorragenden persönlichen Kontakte - zielstrebig auf und festigte ihr Ansehen.

Auf ihn folgte der Senatsvorsitzende (Richter) Mag. Dr. Franz Ludwig Hinteregger, aus dessen Amtszeit die Investitur in Feldkirch - Rankweil besonders in Erinnerung bleibt. Von 1998 bis 2006 leitete der in Vorarlberg auch als Buchhändler sehr angesehene Kommerzialrat Oswald Anton Brunner mit großem Erfolg die Komturei Bregenz. Von 2006 bis 2014 war DI Dr. Werner Johler,MBA, Leitender Komtur, ihm folgte Mag. Guntram Drexel nach. Seit 2009 ist der derzeitige Abt von Mehrerau, Anselm van der Linde, Prior der Komturei Bregenz.

Mit der Investitur in Dornbirn im Setember 2015 werden erstmals zwei Ordensdamen in die Komturei Bregenz aufgenommen, die dann mit 29 Mitgliedern ihren bisherigen Höchsstand erreicht.

 

 

Personalia

Leitende Komture:

Mag. Guntram Drexel seit 2015

DI Dr. Werner Johler, MBA 2006 - 2014

KR Oswald Anton Brunner 1998 - 2006

Mag. Dr. Franz Ludwig Hinteregger 1994 -1998

Univ. Prof. Dr. Ivo Fischer (+) 1978 - 1994

Univ. Prof. Dr. Ernst Kolb (+) 1978

 

Priore:

Abt Anselm van der Linde OCist seit 2009

Abt Mag. Dr. Kassian Lauterer OCist 1978 - 2009

 

Investituren:

2015 Dornbirn

2008 Bregenz

1995 Feldkirch - Rankweil

1981 Bregenz Mehrerau

 

Aktuelle Veranstaltungen der Komturei BREGENZ
Erfolgreiches Bodenseetreffen am 10. September 2016 in Feldkirch
 

Seit 1968 (also bereits vor der Existenz der Komturei) findet alljährlich das Bodenseetreffen statt. Ursprünglich als Treffen der Malteser, Johanniter, des Deutschen Ordens und der Ritter vom Heiligen Grab gegründet, ist es heute eine Begegnung der Komtureien Bregenz, Ravensburg und St. Gallen unseres Ordens.

Diese Komtureien veranstalten im dreijährigen Turnus dieses Fest jeweils im September. Organisert von der Komturei Bregenz, fand das 25. Bodenseetreffen heuer am 10. September 2016 in der Montforstadt Feldkirch statt.

Der Leitende Komtur Mag. Gutram Drexel konnte gut 80 Gäste im hohen Dom zu St. Nikolaus in Feldkrich begrüssen. Eine besondere Freude war die Teilnahme S.E. des Herrn Statthalters von Österreich DDr. Karl Lengheimer mit Gattin Ingeborg, sowie Vertretern der benachbarten Komtureien Innsbuck und Churrätien. Zuvor hatte im traditonsreichen Gasthof Lingg ein Frühstücksempfang stattgefunden.

Dem geistlichen Höhepunkt der Veranstaltung stand Diözesanbischof S.E. Dr. Benno Elbs vor, die Homilie hielt der Prior der Komturei Bregenz Abt Anselm van der Linde, OCist., der sich dem Themenschwerpunkt des Hl. Jahres der Barmherzigkeit widmete. Er betonte insbesondere die Ideale und die Verantwortung des geistlichen Rittertums angesichts der Herausforderungen der heutigen Zeit und ermunterte die Anwesenden, sich weiter tatkräftig für das Wohl der Gesellschaft und insbesodndere für die Situation der Christen und der Flüchtlinge im Nahen Osten einzusetzen.

Nach der Messfeier konnten die anwesenden Damen und Ritter mit ihren Angehörigen in einem launigen Kurzvortrag die Historie der "heimlichen Hauptstadt" Feldkirch (OB Benedikt König) und im Rahmen einer Domführung durch Dompfarrer GV Msgr. Rudolf Bischof die Kustschätze der Stadt- und Dompfarrkirche St. Nkolaus kennenlernen. Gelegenheit zur geselligen Beegnung bot das anschliessende Mittagessen in der Schlosswirtschaft der Schattenburg.