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Komturei SALZKAMMERGUT

 

Um den Orden näher zu den Menschen zu bringen und mehr Menschen auch abseits der Ballungsräume für den Orden zu interessieren, regte Ordenskanzler Alexander Kragora an, in Oberösterreich eine weitere Komturei zu gründen, die sich im Salzkammergut befinden sollte.

So wurde Anfang 2007 Friedrich Gerstorfer aus Gmunden beauftragt, "ad experimentum" eine Komturei Salzkammergut zu gründen. Zusammen mit vier weiteren Ordensmitgliedern aus dem Salzkammergut und in enger Zusammenarbeit mit der Komturei Linz wurde mit dem Aufbau begonnen.

Nach zweijähriger Vorbereitungszeit war es soweit: Anfang 2009 stellte der Statthalter, S.E. Hofrat DDr. Karl Lengheimer, bei der Ordensregierung in Rom den entsprechenden Antrag und der Generalgouverneur des Ordens, S.E. Professore Conte Agostino Borromeo, bestätigte mit seinem Schreiben vom 21. Juli 2009 die Komturei Salzkammergut als 11. Komturei Österreichs.

Am 21. November 2009, dem Fest "Maria von Jerusalem", konnte mit einer Festmesse und einem feierlichen Festakt in Stift Lambach die Gründung der Komturei Salzkammergut gefeiert werden. Gekommen waren mehr als 140 Ordensmitglieder und Gäste aus allen Komtureien Österreichs und den deutschen Nachbarkomtureien Passau, Aachen und München.

Zum Leitenden Komtur wurde Friedrich Gerstorfer, zum Geistlichen Leiter Prälat MMag. Maximilian Neulinger OSB, Abt des Stiftes Lambach, bestellt.

Die Komturei Salzkammergut umfasste bei ihrer Gründung 11 Ordensmitglieder und einen Kandidaten. Dabei konnten schon bei der Investitur in Innsbruck im Oktober 2009 sechs neue Ordensmitglieder, zwei Geistliche, eine Dame und drei Herren, für die neue Komturei aufgenommen werden. Somit sind bereits am Anfang der Komturei Salzkammergut mehr als die Hälfte der Mitglieder Neumitglieder aus der Region.

Die Ordensfamilie aus dem Salzkammergut trifft sich einmal im Monat im Kloster der Kreuzschwestern in Gmunden. Die Komtureiabende beginnen mit der Heiligen Messe an die sich ein Vortrag aus dem Themenbereich der Ziele und Anliegen des Ordens anschließt. Der Abend klingt bei einem kleinen Imbiss im gemütlichen Beisammensein aus.

Spirituelle Ordensveranstaltungen, Ausflüge und Treffen mit anderen Komtureien ergänzen das Programm zur Förderung der Gemeinschaft. Im Februar 2012 ist eine gemeinsame Pilgerfahrt ins Heilige Land geplant.

 

Personalia

Leitender Komtur:
Friedrich Gerstorfer - seit 2009

Prior:
Prälat Abt MMag. Maximilian Neulinger OSB - seit 2009

 

 

Informationen über Veranstaltungen finden Sie auch im Internen Bereich!

 

Die Investitur 2013 in Mondsee

 

Traunkirchen - Mondsee stand auf allen Kuverts, Einladungen und Schriftstücken als Orte der Investitur 2013. Unser Statthalter hatte, als er die Komturei Salzkammergut beauftragte, die Investitur 2013 auszurichten, die Idee, damit auch eine Region vorzustellen. Ich glaube, mit dem Salzkammergut ist uns das gelungen. Traunkirchen und Mondsee wurden aus zwei Gründen ausgewählt: zum einen wegen ihrer Nähe und ihrem Bezug zur Komturei Salzkammergut - Traunkirchen liegt ganz nahe bei Gmunden, wo unsere Komturei ihren Sitz hat und Mondsee ist die Pfarrei unseres OB MMag. Dr. Ernst Wageneder. Zum anderen waren beide Orte früher Sitz eines Benediktinerklosters und sind aus christlicher Sicht durchaus historisch bedeutend:

Von Traunkirchen aus wurde das Salzkammergut christianisiert, von hier aus sind Pfarrgründungen nicht nur im Salzkammergut sondern auch in der Steiermark entstanden. Möglich war diese weite Verbreitung, weil im 10. Jahrhundert der Besitzer der Abtei „Trunseo" von König Ludwig Besitzungen erhielt, die sich teilweise sogar in Leoben befanden. Im Jahre 1020 übernahmen Benediktinerinnen aus Salzburg die Abtei Trunseo mit all ihren Liegenschaften und so ist Traunkirchen das älteste Frauenkloster Oberösterreichs. Nachdem 1573 das Nonnenkloster in den Stürmen der Reformation aufgehoben wurde, ging das Kloster 1622 an die Passauer Jesuiten. Ihr Einfluss ist noch heute sichtbar: die bekannte Fronleichnamsprozession am See wird von den Jesuiten eingeführt und seit 1632 abgehalten, die Jesuiten lassen in Traunkirchen den erste Kalvarienberg im Salzkammergut errichtet und 1753 schnitzte ein unbekannter Meiste die berühmte Fischerkanzel. Nach dem der Jesuitenorden 1773 aufgehoben wurde, wird Traunkirchen von Weltpriestern betreut und ist von da an Pfarrkirche.

Das Kloster Mondsee wurde 748 durch den bayrischen Herzog Odilo II und den Hl. Bischof Pirmin gegründet. 803 wurde die von Bischof Pirmin eingesetzte irisch-fränkische Mischregel durch die Regula Benedicti ersetzt, von da an kann man von einem Benediktinerkloster sprechen. Wichtig für das Kloster und seine Eigenständigkeit war die im Jahre 1142 erfolgte Bestätigung des Rechtes der freien Abtwahl durch Papst Innozenz II. 1791 wurde das Kloster unter Kaiser Leopold II aufgelöst, die Klosterkirche wurde zur Pfarrkirche. Der Bischof der offiziell 1785 gegründeten Diözese Linz, Joseph Anton Gall, beanspruchte Mondsee als Dotationsgut und verwendete dessen Einkünfte zur Errichtung des Priesterseminars in Linz. 2005 verlieh Papst Johannes Paul II der Pfarrkirche Titel und Würde einer Basilica Minor mit den entsprechenden Rechten und liturgischen Bevollmächtigungen.

Dass die Investitur gut besucht werden würde, haben wir schon geahnt, da heuer 32 Kandidatinnen und Kandidaten in den Orden aufgenommen werden sollten. Wir waren aber sehr erfreut, dass sich für die Feierlichkeiten in Traunkirchen - Begrüßung, Vigil und Sonntagsgottesdienst - sogar 400 Gäste angemeldet hatten. Für viele war vorab nicht vorstellbar, in Traunkirchen große Feierlichkeiten abzuhalten, ist Traunkirchen ja ein relativ kleiner Ort. Doch die Kirche hat 630 nummerierte Sitzplätze und so hatten wir Platz genug. Da es in Traunkirchen keinen Saal für eine so große Anzahl an Besuchern gibt, wurde die Begrüßung der Teilnehmer und die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten in die Kirche verlegt - erstmals in Österreich. Begleitet wurde die Begrüßungsfeier mit stimmiger Musik von der Ortsmusik Traunkirchen. Und da Traunkirchen nicht groß ist, war der Weg zum anschließenden Abendessen nur kurz.

Um 20.30 Uhr zogen wir in die Pfarrkirche ein um die Vigil zu feiern. Umrahmt wurde die Feier von der Schola St. Michael Mondsee. Die Leitung der Vigil hatte unser Großprior, Erzbischof Alois Kothgasser, die Predigt hielt der Prior der Komturei Salzkammergut, Abt Maximilian Neulinger.

Zur Feier der Investitur hatte sich S. Em. Kardinal Edwin Frederick O'Brien, Kardinalgroßmeister unseres Ordens, angesagt, der bereits am Freitagabend angekommen war. Samstagvormittag hatte der erweiterte Statthaltereirat die Gelegenheit, mit dem Kardinalgroßmeister zusammen zu treffen. Beeindruckend war die Feier der Investitur in der Basilika in Mondsee, ist diese doch nach dem Linzer Dom die zweitgrößte Kirche Oberösterreichs, und strahlt nach Abschluss der Renovierungsarbeiten seit 2009 in neuem Glanz. Die Basilika war groß genug, auch wenn zu den 470 schriftlich angemeldeten Teilnehmern noch einige mehr Gäste gekommen sind. Den feierlichen musikalischen Rahmen bot die Spatzenmesse von Wolfgang Amadeus Mozart (KV 220), die unter der Leitung von Prof. Mag. Holzer-Graf von der Kantorei Mondsee und Solisten des Mozarteums Salzburg und der Schola St. Michael Mondsee gesungen wurde. Die Investitur wurde gemeinsam von Seiner Eminenz Kardinalgroßmeister Edwin Frederick O'Brien und dem Großprior unseres Ordens, Seiner Exzellenz Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, vorgenommen. Konzelebranten der Festmesse waren neben unserem Großprior, der Apostolische Nuntius in Österreich, Dr. Peter Zurbriggen, und der Bischof von Linz, Dr. Ludwig Schwarz SDB, sowie viele geistliche Ordensbrüder.

Nach der feierlichen Investitur luden wir zu einem Stehempfang, anschließend trafen wir uns zum Festkapitel im Festsaal des Schlosses Mondsee. Dabei begrüßte der Statthalter von Österreich, S.E. Hofrat DDr. Karl Lengheimer, S. Em. Kardinal Edwin Frederick O'Brien, Kardinalgroßmeister unseres Ordens, den Statthalter der Provinz West Vancouver in Canada, Seine Exzellenz George J.-E. Adam, den Statthalter von Luxemburg, Seiner Exzellenz Gy Schleder, die Statthalterin von Slowenien, Ihre Exzellenz Prof. Marjana Kos sowie Vertreter aus Deutschland, Schottland, Spanien, Ungarn, Niederlande, Polen und der Schweiz - und aus Texas den Ordensbruder Robert J. Devine. Herzlich begrüßt wurden die Österreichischen Ordensgeschwister S.Ex. Erzbischof Dr. Alois Kothgasser, der Bischof von Klagenfurt, Dr. Alois Schwarz, der an diesem Tag investiert worden war, das Ehrenmitglied des Großmagisteriums ad honorem Dr. Otto Kaspar, den Statthalter ad honorem Mag. Edwin Gräupl und den Großprior ad honorem Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn. Im Zuge des Festkapitels wurden auch die Insignien und Dekrete für die rangerhöhten Ordensmitglieder überreicht. Ausgeklungen ist der Tag mit einem festlichen gemeinsamen Abendessen im Festsaal.

Am Sonntag feierten wir gemeinsam mit der Pfarre Traunkirchen den Gottesdienst. Dabei hat uns besonders gefreut, dass sich unser Großprior Erzbischof Dr. Alois Kothgasser bereit erklärt hatte, dem Gottesdienst vorzustehen. Mit einer Agape, zu der auch die Pfarrgemeinde eingeladen war, wurde die Investitur 2013 beendet.

Ein herzlicher Dank geht an alle, die mitgeholfen haben, diese Investitur auszurichten. Es waren dies nicht nur die Mitglieder der Komturei Salzkammergut, sondern auch Ordensgeschwister aus anderen Komtureien. Ihnen allen ein herzliches Vergelt's Gott!

 

Pilgerreise in das Heilige Land

Pilgergruppe in Jerusalem

 

Bei der Gründungsfeier 2009 im Stift Lambach hatte sich die Komturei das Ziel gesetzt, eine Pilgerreise in das Hl. Land zu machen. Das haben wir 2013 umgesetzt. Um allen die Möglichkeit zu geben mitzufahren, haben wir dafür die Semesterferien vom 16. bis 23. Februar 2013 ausgewählt. Unsere Pilgergruppe umfasste 25 Teilnehmer und bestand aus Komtureimitgliedern mit ihren Ehepartnern und Gästen. Die geistliche Leitung der Reise hatte unser OB Pfarrer Ernst Wageneder aus Mondsee, dessen spirituelle Art alle begeistert hat.

Am Flughafen Tel Aviv erwartete uns schon unser Reiseführer Hassan von Crown Tours aus Bethlehem, der uns führen würde. Zwei Nächte verbrachten wir bei Schwestern im Gästehaus „Berg der Seligpreisungen“ am Berg der Seligpreisungen. Von dort fuhren wir zu den Sehenswürdigkeiten am See Genezareth, nach Kafarnaum, Kanaan und Nazareth. Auf dem Weg nach Bethlehem besuchten wir Tabgha, kehrten bei Hassan in Jenin auf einen Kaffee ein, besuchten in dem kleinen Ort Bekin, in dem nur 57 Christen leben, die griechisch – orthodoxe Kirche. Sie soll an jenem Platz stehen, an dem die Heilung der 40 Aussätzigen stattgefunden haben soll.

Weiter ging es nach Sebastia (das alte Samaria unter Herodes) und Nablus mit dem Jakobsbrunnen in unser Hotel in Bethlehem, wo wir drei Nächte blieben. Wir besuchten in Hebron die Moschee und Synagoge – hier verehren sowohl Juden als auch Moslems, durch Mauern getrennt, die Gräber Abrahams, Isaaks, Jakobs und deren Frauen Sarah, Rebecca und Lea.

Es folgten die Geburtskirche in Bethlehem und das Herodion. Bethlehem war auch der Ausgangspunkt für einige Besichtigungen in Jerusalem wie den Ölberg, den Tempelberg, die Klagemauer und die Dormitio, um nur einige zu nennen. Die letzten zwei Nächte verbrachten wir im Österreichischen Hospiz in Jerusalem. Einer der Höhepunkte hier war die Besichtigung der Grabeskirche mit dem Hl. Grab und der Besuch im Lateinischen Patriarchat, wo uns Weihbischof William Shomali empfang und sechs Ordensmitgliedern die Pilgermuschel überreichte. Den letzten Tag begannen wir mit einem Kreuzweg, bevor wir zur Taufstelle Jesu nach Qasr al- Yahud am Jordan fuhren.

Den Abschluss bildeten der Besuch von Qumran, ein Bad im Toten Meer und die Auffahrt auf den Berg der Versuchung in Jericho. Dass wir nicht nur Besichtigungen gemacht haben, sondern auch miteinander gebetet und gesungen haben, hat die Gemeinschaft gestärkt und bei den Teilnehmern einen bleibenden Eindruck hinterlassen.