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Komturei St. Pölten

Geschichte unserer Komturei

Auf Ersuchen der österreichischen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grabe zu Jerusalem genehmigte Kardinalgroßmeister Giuseppe Caprio mit Schreiben vom Juni 1990 die Errichtung der Komturei St. Pölten.

Zum leitenden Komtur wurde Dr. Gerhard Bonelli bestellt und zum Geistlichen Leiter der Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg, Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn ernannt.

Die Gründungssitzung fand am 30. Mai 1990 im ehemaligen Refektorium der Mary-Ward-Schwestern in St. Pölten statt.

 

Die Komturei - eine Familie

Die Übernahme der jährlichen Investitur für das Jahr 1992 - ein Großereignis mit mehreren hundert Ordensgeschwistern aus ganz Österreich - schweißte die an Zahl damals noch kleine Komturei zusammen.

Bei den Vorbereitungen dieser vom lateinischen Patriarchen von Jerusalem Michel Sabbah durchgeführten Investitur im St. Pöltener Dom waren besonders die Angehörigen der damals noch wenigen Ritter besonders engagiert.
Daraus erwuchs eine Ordensfamilie, die heute besonderen Wert auf die Einbindung der Familien ihrer Mitglieder legt.

 

Das Refektorium der Mary-Ward-Schwestern in St. Pölten ist bis heute die Heimstätte unserer Komturei für die monatlichen Komtureiabende und unsere Kapitelsitzungen.

Zu Aschermittwoch, Karfreitag, Ostersonntag und Fronleichnam kommen wir im Stift Herzogenburg zusammen, wo wir mit den Augustiner Chorherren auch das Augustinusfest und den Tag des Stiftspatrons, des Hl. Georg, feiern.

Im März findet im Schloss Thalheim unserer jährlicher Einkehrtag statt.

 

Statthalter und Großprior,
erste Dame der Komturei

Als im Jahr 2000 die Komturei St. Pölten zum zweiten Mal die Organisation der Investitur übertragen bekommen hatte, wurde in der Stiftskirche Melk als erste Ordensdame Barbara Bubna-Litic in unsere Komturei aufgenommen.

Investiert wurde sie von unserem Prior Maximilian Fürnsinn, der von 1996 bis 2008 Großprior der österreichischen Statthalterei des Ordens war.

Die dritte von unserer Komturei ausgerichtete  Investitur fand 2010 in der Stiftskirche Herzogenburg statt.


Statthalter des Ordens in Österreich war zu dieser Zeit seit bereits zwei Jahren DDr. Karl Lengheimer, der diese Funktion bis 2016 innehatte. Zuvor fungierte er bereits als leitender Komtur unserer Komturei.

 

Ordensgeschwister, Priester und Diakone

Zur Zeit (10/2018) hat die Komturei St. Pölten

34 Mitglieder, davon
28 Ritter, darunter 3 Priester und 2 Diakone
6 Damen

 

Leitende Komture

Dr. Gerhard Bonelli 1990-1998
StR Roland Dobersberger 1998-2000
HR DDr. Karl Lengheimer 2000-2008 (Statthalter 2008-2016)
Dr. Max Urbanek 2009-05/2010
Prälat Maximilian Fürnsinn -  interimistische Leitung 05/2010-01/2011
HR Dipl.-Ing. Meinrad Stipek - interimistische Leitung 01/2011- 05/2011
HR Dipl.-Ing. Meinrad Stipek 05/2011- 2017
HR DDr. Karl Lengheimer seit Dezember 2017

 

Prior
Seit 1990: Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn, Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg.
(Großprior 1996-2008).

 

Kontakt

Sie möchten mehr über unsere Komturei erfahren?

Unsere Komturei-Sekretärin Heidrun Fichtinger erreichen Sie unter der E-Mailadresse heidrun.fichtinger@oessh.at

Wir freuen uns über Ihre Nachricht!

 

Aktuelles

Investitur 2018 - Neuer Ritter in unserer Komturei

Im Rahmen der jährlich stattfindenden Investitur wurde am 29. September 2018 Christoph Korosec, Richter am Bundesverwaltungsgericht aus Neulengbach, von Abt Raimund Schreier, dem Großprior unseres Ordens, zum Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem geschlagen.

 

Unter den weiteren 26 neuen Rittern und Damen befand sich auch Nikolaus Thiel, Abt des Stiftes Schlierbach in Oberösterreich.

Wir begrüßen Christoph Korosec herzlich in der Familie unserer Komturei und freuen uns über seine Aufnahme und jene aller neuen Ritter und Damen in unseren Orden!

 

Gratulieren dürfen wir herzlichst auch unserem ehemaligen leitenden Komtur Meinrad Stipek, der von Statthalter Andreas Leiner zum Großoffizier erhoben wurde!

Der Festgottesdienst zur Investitur fand in der Basilika von Frauenkirchen statt, wo etwa 300 Ordensgeschwister an den Feierlichkeiten teilnahmen. Am Vorabend der Investitur der neuen Ritter und Damen versammelte sich der Orden mit Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics im Dom von Eisenstadt zur nächtlichen Vigil. Zum Ende der dreitägigen Feierlichkeiten wurde in der Kirche in Mönchhof gemeinsam mit der hiesigen Pfarrgemeinde die Sonntagsmesse gefeiert.

An der Feiern im Rahmen der Investitur im Burgenland nahmen viele hochrangige Ordensgeschwister teil, vom emeritierten lateinischen Patriarchen Fouad Twal, unserem Großprior Abt Raimund Schreier, seinem Vorgänger, dem emeritierten Erzbischof von Salzburg, Alois Kothgasser bis zum emeritierten Bischof von Eisenstadt Paul Iby und Ehrengroßprior Propst Maximilian Fürnsinn.

 

Augustinusfest 2018 im Stift Herzogenburg

Im Augustiner-Chorherrenstift Herzogenburg, dem die Komturei St. Pölten tief verbunden ist, feierten die Ordensgeschwister mit ihrem leitenden Komtur Karl Lengheimer und Prior Propst Maximilian Fürnsinn das traditionelle Augustinusfest.

Das Pontifikalamt wurde von Abt Columban Luser aus dem Stift Göttweig zelebriert, der heuer bereits zum zehnten Mal dieser Feier vorstand.


Die Tradition, dass der Abt des Benedikter Stiftes Göttweig diese Messe zelebriert und umgekehrt, der Propst des Stiftes Herzogenburg das Pontifikalamt am Tag des Heiligen Benedikt in Stift Göttweig feiert, besteht bereits seit über 500 Jahren.

Die zahlreichen Mitfeiernden wurden im Rahmen des Gottesdienstes vom Motettenchor mit der „Missa in C“ von J. J. Fux (um 1660-1741) und dem „Hymnus pro Festo S. P. Augustini“ vom Augustiner Chorherrn Georg Donberger Can. Reg. (1709-1768) erfreut.

Einkehrtag in Schloß Thalheim

Am 3. März 2018 fanden 25 Ordensgeschwister und deren Ehegatten zum dritten Einkehrtag der Komturei St. Pölten zusammen. Ort unseres Einkehrtages war wieder das Schloss Thalheim bei Kapelln in Niederösterreich (www.schlossthalheim.at).

 

Am Beginn des Tages stand traditionell eine Andacht in der Schloßkapelle, deren Schöpfer, Barockbaumeister Jakob Prandtauer, hier seine Liebe, die Zofe Maria Elisabeth Rennberger, 1692 geheiratet hatte.

 

Nach der Andacht widmeten wir uns diesmal dem Markusevangelium. Unser Prior Maximilian Fürnsinn, Propst des Augustiner Chorherren-Stiftes Herzogenburg und Ordensbruder Ambrosius Straka, Augustiner Chorherr und Pfarrer von St. Andrä im Traisental, stellten uns dazu 10 Thesen zur Diskussion.

Die Sehnsucht, dass sich Menschen zu Jesus Christus bekehren, Mission als erste Priorität, die Neuentdeckung der Inhalte unseres Glaubens und die Bekehrung zur Freude des Evangeliums nahmen dabei eine zentrale Rolle ein.

Unser Einkehrtag endete mit der Andacht in der Schloßkapelle, die uns, neben den weiteren Räumlichkeiten, der Schloßherr wiederum zur Verfügung gestellt hatte, dem wir dafür unseren besonderen Dank schulden.