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Komturei ST. PÖLTEN

Auf Ersuchen der österreichischen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grabe zu Jerusalem genehmigte Kardinalgroßmeister Giuseppe Caprio mit Schreiben vom Juni 1990 die Errichtung der Komturei St. Pölten (gemeinsam mit Eisenstadt und Klagenfurt). Zum Leitenden Komtur wurde Dr. Gerhard Bonelli bestellt, damals Stadtplaner der neuen Landeshauptstadt von Niederösterreich. Zum Geistlichen Leiter wurde der Propst des Augustiner-Chorherrenstiftes Herzogenburg Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn ernannt. Die Gründungssitzung fand am 30. Mai 1990 im ehemaligen Refektorium des Instituts der Englischen Fräulein statt. Dieser prächtige barocke Raum ist bis auf den heutigen Tag Heimstätte des Ordens geblieben. Gerhard Bonelli , 1985 in Klosterneuburg investiert, hatte im Einvernehmen mit der österreichischen Statthalterei Ordensbrüder, die in Niederösterreich ihren (Zweit)wohnsitz hatten, ersucht, der neuen Komturei als Mitglieder anzugehören. Einzig Studienrat Roland Dobersberger (ebenfalls der Komturei Wien angehörig und 1980 in Wien-St. Stephan investiert) war diesem Ruf gefolgt. Bei der Investitur 1991 in Graz wurden 5 Kandidaten der neuen Komturei St. Pölten in den Orden aufgenommen. Die Komturei konnte damit ihr eigenständiges Ordensleben richtig beginnen.


Investituren

Ein kühner Entschluss schweißte die an Zahl kleine Komturei zusammen: Sie übernahm die Organisation der Investitur 1992 in St. Pölten. Der Lateinische Patriarch Seine Seligkeit Michel Sabbah stand dieser Investitur im St. Pöltner Dom vor. In die Vorbereitungen dieser Investitur waren in besonderer Weise auch die Angehörigen der wenigen Ritter mit eingebunden. So entstand eine Ordensfamilie, die in der Einbindung der Familie auch beispielgebend für andere Komtureien werden konnte.


Im Jahr 2000 hatte wiederum die Komturei St. Pölten die Organisation der Investitur übertragen bekommen. Diesmal wurde die Stiftskirche Melk als Ort der Investitur, die Großprior Mag. Maximilian Fürnsinn vornahm, auserwählt. Bei dieser Gelegenheit wurde als erste St. Pöltener Ordensdame Barbara Gäfin Bubna-Litic in die St. Pöltner Komturei aufgenommen.

Die dritte Investitur fand im Jahre 2010 in der Stiftskirche Herzogenburg statt.

Zur Zeit hat die Komturei St.Pölten 30 Mitglieder, davon 4 Priester und 5 Damen.

 

Überregionale Veranstaltungen

Neben einem spirituell dichtem Programm unter der Leitung des Priors Maximilian Fürnsinn wuchsen zwei Veranstaltungen zu überregionaler Bedeutung. Dies war einmal die Feier des Festes "Maria - Königin von Palästina" ab dem Jahr 1993. Von allem Anfang an hatte sich die Komturei Linz dieser Veranstaltung angeschlossen, später folgte die Komturei Salzburg. In weiterer Folge wurden diese Ordenstage von den drei genannten Komtureien abwechselnd gestaltet.

1994 fand erstmals das "Dürnsteiner Zukunftsforum" statt, eine öffentliche Veranstaltung - damals mitgetragen vom ORF-Landesstudio Niederösterreich. Als Referent konnte Se.Em. Kardinal Dr. Franz König gewonnen werden, der zum Thema "Die Herausforderung der Christen in einem geeinten Europa" sprach. Diese beispielgebende Veranstaltung wurde nach einer mehrjährigen Unterbrechung 1999 wieder aufgenommen, wobei wegen der hohen Akzeptanz in der Öffentlichkeit der Veranstaltungsort nach Herzogenburg verlegt werden musste. Die Grundthematik "Kirche und Europa" blieb gleich. Diesmal referierte Bischof DDr. Egon Kapellari zum Thema "Werden die Christen Fremde in Europa", ein Jahr später referierten der ungarische Erzbischof von Eger (Erlau) Dr. Seregely Istvan und der slowakische Justizminister Jan Carnogurski zum Thema "Der Beitrag der Kirche zur Osterweiterung". Die Vortragsreihe wird in diesem Arbeitsjahr fortgesetzt werden.

Eine dritte Veranstaltung soll nicht unerwähnt bleiben, das Georgsfest in Herzogenburg. Der Hl. Georg ist nicht nur der Patron des Stiftes, sondern auch der päpstlichen Ritterorden.

Personalia

Die Leitenden Komture von St. Pölten:
Dr. Gerhard Bonelli 1990 - 1998
StR Roland Dobersberger 1998 - 2000 (Ab Sommer 2000 Sekretär der Statthalterei)
Hofrat DDr. Karl Lengheimer 2000 - November 2008 (dann Statthalter)
Dr. Max Urbanek 2009 - Mai 2010

Interimistische Leitung der Komturei Prior Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn ab Mai 2010 - Jänner 2011

Hofrat Dipl.-Ing. Meinrad Stipek 1.Mai 2011 -


Prior:
Seit 1990 Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn, Propst des Augustiner - Chorherrenstiftes Herzogenburg. Dies blieb er dankenswerterweise auch trotz Mehrbelastung durch seine Ernennung 1996 zum Großprior der österreichischen Statthalterei. Ab Oktober 2008 Großprior emeritus, ab 2009 Ehrengroßprior.

 

Investituren:

1992 in St. Pölten

2000 Stift Melk

2010 Stift Herzogenburg

 

Berichte über Veranstaltungen der Komturei ST. PÖLTEN

Über die kommenden Veranstaltungen informiert der "Kalender" im internen Bereich (Mitgliederbereich).

 

 

Aktuelles

20 Jahre Komturei St.Pölten mit Jubiläumsinvestitur

Die österreichische Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem feierte vom 1. bis 3. Oktober 2010 in der Stiftskirche Herzogenburg die Investitur neuer Mitglieder.

Die Komturei St. Pölten des Ritterordens besteht seit dem Jahr 1990. Sie wurde von Dr. Gerhard Bonelli begründet und fand ihre Heimat zunächst im Kloster der Englischen Fräulein in St. Pölten, wo die Treffen der Komturei bis zum Jahr 2009 stattfanden. Nach der Schließung fanden die monatlichen Treffen der Komturei bis Jänner 2011 im Priesterseminar St. Pölten statt. Danach fanden die Komtureimitglieder eine Heimstatt im Franziskanerkloster.

Prior ist seit Beginn Prälat Mag. Maximilian Fürnsinn, Propst des Stiftes Herzogenburg.

Bei der Jubiläumsinvestitur 2010 in Herzogenburg wurden acht Ritter (davon zwei Kleriker) und vier Damen in den Orden aufgenommen.

 

Komtureireise nach Friaul vom 9.Juli bis 14. Juli 2012

Eine wunderschöne Reise, die dankenswerterweise unser Leitender Komtur Meinrad bis ins Detail vorbereitet hatte, führte uns in diesem Jahr nach Friaul. Unser Ausgangspunkt war Grado, von wo aus wir die herrlichen Stätten von Aquiläa, Barbana, Triest und Görz, Triest, Palmanova, Cividale und Udine besuchten. In Triest trafen wir Ordensbrüder aus Triest und feierten mit ihnen gemeinsam Gottesdienst.

Es war eine wundervolle Vertiefung unserer Gemeinschaft!