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Bericht über die Investitur 2017

Gemeinsame Investitur 2017, 16. – 18. Juni 2017, in Salzburg der Statthalterei Österreich und der Statthalterei Schweiz:

Am Freitag, dem 16. Juni 2017, begrüßte der Landeshauptmann von Salzburg, Dr. Wilfried Haslauer, die Teilnehmer an der Investitur 2017 im Haus für Mozart in Salzburg.

Auch die Statthalter der beiden ausrichtenden Statthaltereien – die Besonderheit dieser Tage - Jean-Pierre de Glutz-Ruchti für die Statthalterei Schweiz und Dr. Andreas Leiner für die Statthalterei Österreich hießen alle Anwesenden herzlich willkommen.

Der leitende Komtur der Komturei Salzburg, Hofrat Mag. Reinhold Mayer, wies in seiner Begrüßung auf die Inschrift über dem Großen Festspielhaus von Salzburg – einen Satz des Benediktiners Pater Thomas Michels - hin : „Sacra camenae domus concitis carmine patet quo nos attonitos numen ad auras ferat.“ (Der Muse heiliges Haus steht Kunstbegeisterten offen, als Entflammte empor trage uns göttliche Macht.) und stellte damit die Verbindung zwischen Kunst, Kultur und Glaube ins Zentrum auch der folgenden Tage.

Musikalisch wurde der Begrüßungsabend begleitet durch das Ensemble „Paris Lodron“ unter der Leitung von Reinhold Wieser. Zur besonderen Auszeichnung unserer Gäste aus der Schweiz spielte das Ensemble „Paris Lodron“ auch das „Vivace“ aus dem Alphorn-Concerto von Leopold Mozart (1719 – 1787).

Schon der Begrüßungsabend war durch die Anwesenheit des Kardinalgroßmeisters, S.Em. Edwin Cardinal O`Brien, besonders ausgezeichnet.

Bei diesem Abend wurden auch die Kandidatin und die 7 Kandidaten aus der Schweiz und die 18 Kandidaten aus Österreich, die an diesem Wochenende in den Orden aufgenommen wurden, vorgestellt. Herzlichkeit und Vorfreude auf die Festtage prägten den Abend in besonderer Weise.

Nach einem festlichen Buffett im Dr.-Karl-Böhm-Saal leitete der Großprior der Schweiz, S.E. Bischof em. Msgr. Pier Giacomo Grampa, die feierliche Vigil in der Kollegienkirche in Salzburg. Musikalisch wurde die Vigil mit Choralgesängen des Choralensembles „Plain Chant“ unter der Leitung von Hans-Josef Knaust umrahmt. Diese Musik, die Texte der Vigil und der von Fischer von Erlach gestaltete barocke Kirchenraum wirkten in besonderer Weise spirituell abgestimmt.

Samstag vormittags wurden die Festkapitel der beiden Statthaltereien getrennt abgehalten, das der Statthalterei Schweiz im Rittersaal der ehemaligen fürsterzbischöflichen Residenz, das der Statthalterei Österreich in der Großen Aula der Universität. Musikalisch begleitet wurden beide Festkapitel mit der gleichen Musik vom Kammerensemble Barock pur – im Besonderen  auch mit der Rosenkranzsonate (Nr. 1, Die Verkündigung) von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704), die in diesen Räumen seinerzeit uraufgeführt und künstlerisch auch ins Bild gesetzt wurde. Beim Festkapitel der Statthalterei Österreich wurden die Ernennungsurkunden zum Großprior an Abt Raimund Schreier, zum Ehrengroßprior an Erzbischof em. Dr. Alois Kothgasser übergeben, sowie die Auszeichnung der goldenen Palme von Jerusalem ebenso an Erzbischof em. Dr. Alois Kothgasser.

Am Samstag, den 17. Juni 2017, nachmittags zogen weit über 500 Ordensdamen und Ritter vom Kreuzgang der Erzabtei St. Peter zum hohen Dom von Salzburg zum Festgottesdienst zur feierlichen Investitur. Mit den Angehörigen feierten über 700 Teilnehmer gemeinsam den Festgottesdienst in vielen Sprachen (Latein, Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch). Gottesdienst und Investitur leitete der Kardinalgroßmeister des Ordens, S.Em. Edwin Cardinal O`Brien.

Die Festpredigt hielt der neuernannte Großprior von Österreich, S.E. OB Abt Raimund Schreier vom Stift Wilten. Er deutete in seiner Homilie die äußeren Zeichen unserer Ordenskleidung, die weißen und schwarzen Mäntel und das rote Jerusalemkreuz. Die Farbe weiß als Farbe der Freude, aber auch als Farbe der Auferstehung, der  Auferstehungsengel. Wir sollen ja Zeugen der Auferstehung sein. Schwarz ist in unserer Kultur nicht nur die Farbe der Trauer, sondern auch die Farbe des Festes, der Feierlichkeit. Das fünffache Kreuz steht für die Wundmale Christi und weist uns darauf hin, dass Leid, Leid zu mildern, es aus der Welt zu schaffen, zum Christsein gehört. So beten wir auch bei jeder Messe „Deinen Tod, oh Herr, verkünden wir, und Deine Auferstehung preisen wir, bis Du kommst in Herrlichkeit.“ Somit ist der Mantel unseres Ordens Programm, Erinnerung an Tod und Auferstehung Christi. Musikalisch umrahmt wurde dieses Pontifikalamt von Chor und Orchester des Salzburger Domes, geleitet von Domkapellmeister Janos Czifra, mit der Missa Solemnis (KV 337) von Wolfgang Amadeus Mozart.

Den festlichen Abschluß des Tages bildete ein Festessen in allen Prunkräumen der ehemaligen Salzburger fürsterzbischöflichen Residenz.

Reinhard Hysek
Komturei Salzburg

 

Fotos von der Investitur 2017 in Salzburg