Ritter vom Hl. Grab trafen sich in Innsbruck zur Investitur von 23 neuen Mitgliedern

In Innsbruck fand in der Zeit vom 20. bis 22. Oktober die Investitur des Ritterordens vom Heiligen Grabe zu Jerusalem, bei der 23 neue Mitglieder aufgenommen wurden, statt. Der Großprior der Grabesritter Österreichs, Prälat Mag. Raimund Schreier, Abt des Prämonstratenser-Chorherrenstiftes Wilten, und Statthalter Dr. Andreas Leiner nahmen die neuen Mitglieder in der Wiltener Stiftskirche in den Orden auf, die als Prior der Tiroler Ordensmitglieder Bischofsvikar Monsignore Mag. Jakob Bürgler seelsorglich betreut. Für die Ordenskanzlerin Inge Sigl und den Leitenden Komtur der Komturei Innsbruck, Prokurist Thomas Steixner, ist dies ein ermutigendes Zeichen für die Bereitschaft, den Christen im Heiligen Land zu helfen. „Wir werden uns bemühen, dass die Neuinvestierten eine geschwisterliche Gemeinschaft in liebevoller Umgebung vorfinden“, so Komtur Steixner.

Höhepunkt der Feierlichkeiten, zu der 400 Gäste aus nah und fern kamen, war das am 21. September in der Wiltener Stiftskirche von Großmeister Edwin Kardinal O’Brien zelebrierte Pontifikalamt mit der Investitur von 23 Frauen und Männern.

In seiner Predigt erinnerte Abt Prälat Raimund Schreier als Großprior der Statthalterei Österreich, die Damen und Herren daran, dass es neben dem Vertrauen auf Gott auch die konkrete Aktion braucht. Abt Raimund: "Ich habe keine anderen Hände als die deinen, um Gutes zu tun, um konkret zu lieben! Glaube ohne Werke überzeugt nicht. Wir alle sind von Gott gesandt. Wir sind wie ein Matthäus auch Apostel, d.h. Gesandte, um diesen Glauben durch unser ethisches Tun glaubwürdig zu vermitteln."

Die Feier begann am 20. September um 21.00 Uhr mit der Vigilfeier in der Stadtpfarrkirche Hall. Es folgten am 21. September der landesübliche Empfang mit Tirols Landeshauptmann-Stv. Josef Geisler vor der Hofburg und das Festkapitel in der Dogana des Congress Innsbruck. Das Pontifikalamt am Sonntag, 22. September, zelebrierte Diözesanbischof MMag. Hermann Glettler im Dom zu St. Jakob in Innsbruck, wobei der Domchor Franz Schuberts Messe in G-Dur für Soli, Chor und Orchester unter Leitung von Domkapellmeister Christoph Klemm, zur Aufführung brachte. Bischof Glettler wies in seiner Predigt darauf hin, „die Chance, Gutes zu tun, hat jeder von uns. Und wir können vor allem auch einander durch eine Bitte um Vergebung, durch ein tröstendes Wort und durch eine gelebte Aufmerksamkeit entlasten. Das das ist eine Klimaveränderung, die Gott will.“Der Ritterorden vom Heiligen Grab umfasst derzeit etwa 30.000 Personen in der ganzen Welt; Damen und Ritter, die sowohl Kleriker als auch Laien sein können. Der Ritterorden vom Heiligen Grabe zu Jerusalem hat seinen Ursprung in dem seit 1333 bezeugten Brauch adeliger Jerusalempilger, sich in der Grabeskirche in Jerusalem zum Ritter schlagen zu lassen. Die Aufgabe des Ordens besteht in der Stärkung des christlichen Lebens der Mitglieder und andrerseits in der Unterstützung der Christen im Heiligen Land. In Österreich ist der Orden territorial in zwölf Komtureien gegliedert, die nach ihren Zentren benannt sind: Wien, Baden-Wiener Neustadt, Eisenstadt, St. Pölten, Graz, Linz, Klagenfurt, Salzburg, Klosterneuburg, Salzkammergut, Innsbruck und Bregenz.

Dr. Heinz Wieser

 

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