OD Christine Grafinger in ihrem damaligen Büro in der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek

Franziskus beruft Österreicherin ins päpstliche Historiker-Komitee

Die österreichische Historikerin Christine Grafinger, die lange Jahre in der Vatikan-Bibliothek gearbeitet hat, gehört ab sofort dem Päpstlichen Komitee für Geschichtswissenschaften an. Der Vatikan gab die Ernennung durch Papst Franziskus bekannt.

Grafinger, Jahrgang 1953, war 1996 bis 2018 an der Vatikanischen Apostolischen Bibliothek angestellt. Die promovierte und habilitierte Historikerin betreute dort die Handschriftensammlung, die größte der Welt. Bereits ab 1986 wirkte sie an der Papst-Bibliothek, in deren Auftrag sie zunächst eine große Ausstellung organisierte und danach an das Archiv der Präfektur wechselte. Nach ihrer Pensionierung 2018 übersiedelte sie zurück ins heimatliche Gmunden und nimmt weiterhin einen Lehrauftrag der Universität Augsburg wahr.

Das Päpstliche Komitee für Geschichtswissenschaften wurde 1954 von Papst Pius XII. ins Leben gerufen. Derzeitiger Präsident ist der französische Prämonstratenser Bernard Ardura. Papst Franziskus zufolge hat das Komitee auch einen gesellschaftlich-politischen Auftrag. Er sagte bei einer Audienz für die Angehörigen des Komitees im vergangenen April, die Geschichtswissenschaft sei ein Mittel des Dialogs und der Suche nach konkreten und friedlichen Lösungen zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten.

Quelle: (vatican news – gs)

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