
Eine Delegation des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem übergab am 24. Februar dem Diözesanbischof von Eisenstadt, Ägidius J. Zsifkovics, mehrere Kanister mit Olivenöl aus dem Hl. Land.
Die Damen und Ritter der Komturei Eisenstadt kamen nicht mit leeren Händen zu Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics: Sie brachten Olivenöl aus dem Hl. Land mit. Dieses wird in der Chrisammesse im Martinsdom am Mittwoch, den 1. April (15 Uhr) geweiht.
Als Chrisamöl, Katechumenenöl und Krankenöl wird es für Salbungsrituale in der katholischen Kirche verwendet – bei Taufen, Firmungen, Priester- und Bischofsweihen sowie bei der Salbung der Kranken. Chrisamöl kommt auch bei Kirch- und Altarweihen zum Einsatz, auch bei der Weihe von Glocken findet es Verwendung.
Spendengelder für das Hl. Land
Bei dem Ausgangsprodukt handelt es um Olivenöl in feinster Speisequalität ("nativ"), das die Gläubigen nach der Chrisammesse in Flaschen kaufen können. Die Olivenbäume, von denen es geerntet wird, stehen in Taybeh. Dies ist die letzte Siedlung im Hl. Land, die mehrheitlich von Christen bewohnt wird. Durch den Verkauf dieses Olivenöls tragen die Grabesritter wesentlich zum Fortbestehen der christlichen Präsenz im Hl. Land bei.

Allgemeinmedizinerin Elisabeth Preschitz übernahm am 12. Jänner 2026 offiziell die Leitung der Komturei Eisenstadt von ihrem Vorgänger Franz Fischer.
Mit Elisabeth Preschitz steht zum ersten Mal in der Geschichte der burgenländischen Ordensfamilie eine Frau an der Spitze: Als Leitende Komturdame ist die promovierte Ärztin künftig – gemeinsam mit dem Komtureirat – für die Geschicke des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem im Burgenland zuständig.
Gemeinschaft stärken
„Meine Ernennung zeigt, dass im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gemacht werden und Frauen selbstverständlich Führungsfunktionen übernehmen können“, sagte Preschitz anlässlich ihrer Inauguration. Wichtig sei ihr, „das familiäre Miteinander, das unsere Komturei auszeichnet“ sowie die Spiritualität weiter zu stärken und auch jüngere Menschen anzusprechen, die sich aktiv in die Gemeinschaft einbringen wollen.
An der Festmesse und dem anschließenden Beisammensein im Haus der Begegnung in Eisenstadt nahmen zahlreiche Festgäste, wie Ehrenstatthalter Karl Lengheimer, Ordenskanzler Martin Partilla, Ordenssekretärin Heidrun Fichtinger, Zeremoniär Gerhard Mayr sowie Leitende Komture aus Wien, Klosterneuburg und St. Pölten, teil. „Ich bedanke mich für die großartige Arbeit des bisherigen Leitenden Komturs, Franz Fischer, und freue mich über die Bereitschaft von Elisabeth, die Verantwortung für die Komturei Eisenstadt zu übernehmen“, betonte der höchste Vertreter des Ritterordens in Österreich, Statthalter Werner Johler, bei der Übergabe des offiziellen Ernennungsdekrets aus Rom.
Zentrale Aufgaben
Johler verwies in seiner Festrede auf die „besondere Herzlichkeit und menschliche Wärme“, die ihm im Burgenland stets begegne. Er bedankte sich für die österreichweite Spendenfreudigkeit der Ordensmitglieder: Im Jahr 2025 hat die Statthalterei Österreich für Projekte sowie die Unterstützung der Christen im Heiligen Land rund 800.000 Euro gesammelt. Bei 545 Mitgliedern sind das im Schnitt knapp 1.500 Euro pro Ordensmitglied. Der Statthalter unterstrich „die Verantwortung, die wir als Ritter und Damen gegenüber den Christen im Heiligen Land haben“ und appellierte, sich weiterhin für das friedliche Miteinander im Nahen Osten einzusetzen.

Bei der heurigen Adventmarkt-Aktion der Komturei Eisenstadt wurden knapp 6.000 Euro für Sozialprojekte im Heiligen Land eingenommen.
Erneut haben die Burgenländerinnen und Burgenländer bewiesen, dass sie ein offenes Herz und eine offene Brieftasche für die Christen im Heiligen Land haben. Die beliebten Produkte aus den biblischen Stätten des Nahen Ostens (Olivenöl, Datteln, Olivenholz-Anhänger etc.) konnten heuer erstmals neben den Standorten in der Fußgängerzone, der Stadtpfarre Oberberg sowie der Dompfarre in Eisenstadt auch am Adventmarkt im Schloss Esterhazy erstanden werden.
Allen Spenderinnen und Spendern ein herzliches Vergelts Gott!

Er ist in der burgenländischen Kunst- und Kulturszene längst eine Marke, die das Musikleben der Region nachhaltig prägt: Wolfgang Horvath. Das 2019 in Innsbruck investierte Mitglied der Komturei Eisenstadt wurde mit dem Komturkreuz des Landes Burgenland geehrt.
Im feierlichen Ambiente des Granariums auf Burg Schlaining verlieh Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am 5. Dezember 2025 die höchste Auszeichnung des Landes an Professor Wolfgang Horvath. „Die Verleihung des Komturkreuzes ist ein sichtbares Zeichen. der Wertschätzung für die Verdienste, die die Geehrten durch ihre Leistungen für das Burgenland und ihre Verbundenheit mit unserem Bundesland erbracht haben – sei es im Bereich der Kultur, der Wissenschaft oder im Gesundheitswesen“, betonte der Landeshauptmann bei der Überreichung des Komturkreuzes an den renommierten Musiker.
Neben seiner Tätigkeit als freischaffender Künstler, Dirigent und Intendant ist Ordensbruder und Zeremoniär Wolfgang – in Absprache mit dem Prior – unter anderem für den reibungslosen Ablauf der Komturei-Gottesdienste zuständig und ein unverzichtbares Mitglied der Ordensfamilie.

Zwischen 23. und 31. Oktober 2026 lädt die Komturei Eisenstadt Mitglieder, Unterstützer sowie alle Interessierten zu einer exklusiven Rundreise zu den Quellen des christlichen Glaubens ein.
Bereits die ersten Etappen lassen die historische und spirituelle Tiefe des Aufenthalts im Heiligen Land erahnen: Nach der Ankunft am Flughafen in Tel Aviv führt der Weg auf den Berg Karmel – ein erster Moment des Innehaltens, bevor in Tiberias Quartier bezogen wird. Nazarath und Kana, die Orte der Verkündigung und des ersten Wunders Jesu, bilden am folgenden Tag den Auftakt für eine intensive Begegnung mit dem Lebensweg Christi.
Ein weiterer Höhepunkt der biblischen Spurensuche ist der Ausflug auf den „Berg der Seligpreisungen“. Hier, an jenem Ort, an dem Jesus seine Bergpredigt hielt, öffnet sich den Besuchern ein eindrucksvoller Blick auf den See Genezareth (anschließend Bootsfahrt!). Weitere Stationen führen zu den heiligen Stätten von Tabgha, der Brotvermehrungskirche, nach Kafarnaum und zur berühmten Kirche auf dem Berg der Verklärung.
Unvergessliche Erlebnisse
Die Pilgerinnen und Pilger besuchen auf der 9-tägigen Tour einige der eindrucksvollsten Orte des Neuen Testaments: das Jordantal, den Berg Tabor und das Tote Meer. In Jerusalem selbst zählen u.a. die Via Dolorosa, die Grabeskirche sowie ein Mittagessen im Österreichischen Hospiz zu den Highlights – hier verdichtet sich Geschichte zu Gebet, Betrachtung und innerer Erneuerung. Auch Bethlehem mit der Geburtskirche Christi, Emmaus sowie En Karem, der Geburtsort Johannes des Täufers, stehen auf dem Programm.
Begleitet wird die Pilgerreise von den Ordensgeschwistern Friedrich Luisser und P. Michael Weiss (OCist). Vor Ort steht eine erfahrene, deutschsprachige Reisebegleiterin zur Verfügung. Da die Teilnehmerzahl (max. 30 Personen) begrenzt ist, wird eine baldige Anmeldung empfohlen!
Anmeldung: Friedrich Luisser (+43 664 1129020 | f.luisser@outlook.com) bzw. Marion H. Brandl von Reisewelt GmbH (+43 1 6071070 67442 | m.brandl@reisewelt.at)
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