Von tanzenden Ordensfrauen, dem Kampf ums Überleben und menschlichen Lichtblicken

Ein junger Christ aus der Pfarre in Gaza, der bei einem Angriff schwer verletzt und Dank der Intervention des Lateinischen Patriarchats operiert werden konnte, und nach seiner Genesung Priester werden will. Eine Ordensfrau, die versucht mit Tanz aus ihrer Heimat ein Lächeln ins Gesicht der Menschen zu zaubern. Und ein Besuch eines jüdischen Mannes bei seinem palästinensischen Freund. Viele Menschen und ihre Geschichten hat Ordensdame Barbara Frua bei ihren zahlreichen Aufenthalten im Heiligen Land schon kennengelernt. Frua hat viele Jahre ehrenamtlich für das Lateinische Patriarchat von Jerusalem gearbeitet und ist seither dem Land eng verbunden. Derzeit gelte es, die Christinnen und Christen nach Kräften zu unterstützen, etwa auch bei der Wahl der Reiseveranstalter und Quartiere. Mediale Berichterstattung, die auf ihre prekäre Lage aufmerksam macht, sei ebenso wichtig. Viele überlegen das Land zu verlassen und sehen keine Zukunft. In der Westbank gebe es kein Sicherheitsgefühl mehr. Der Siedlungsbau geht unvermindert weiter, der Zugang zu den Olivenhainen, die für viele Christen die Lebensgrundlage bilden, wird oft verwehrt. Das Heilige Land dürfe kein Museum werden, so Frua im Rahmen des Komtureiabends in Gmunden.

 

Trauerfeier im Linzer Mariendom

Ordensgeschwister bei Requiem für Altbischof Aichern

Fotocredit: Siegfried Buchegger
Fotocredit: Siegfried Buchegger

 

23 Jahre lang hat Maximilian Aichern die Geschicke der Diözese Linz als Diözesanbischof geleitet. Bei einem feierlichen Requiem wurde seiner gedacht und ihm für sein Wirken als Brückenbauer, Sozialbischof und Hirte ganz nah bei den Menschen gedankt. Aichern war am 31. Jänner im 94. Lebensjahr in Linz verstorben, bestattet wird er in seinem Heimatkloster St. Lambrecht in der Steiermark, wo er vor seiner Berufung an die Spitze der Diözese Linz als Abt gewirkt hat. Zum Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem hatte der Verstorbene immer gute Beziehungen. Der Orden wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Frischer Wind und feine Töne für das Salzkammergut

Neuer Leitender Komtur ernannt

Fotocredit: Siegfried Buchegger
Fotocredit: Siegfried Buchegger

Mit Alois Hummer aus Sankt Konrad/OÖ steht ein Tontechniker und leidenschaftlicher Blasmusiker ab sofort an der Spitze der Komturei Salzkammergut. Hummer ist nicht nur in der Pfarrgemeinde seiner Heimatgemeinde aktiv, sondern verantwortet auch zahlreiche Übertragungen von Radio- und Fernsehgottesdiensten. Gemeinsam mit der Ordensleitung und den Geschwistern der Komturei wurden bereits erste Pläne für das Ordensleben geschmiedet. „Unser Augenmerk wird in den nächsten Jahren auf Wachstum der Gemeinschaft, geistliche Fortbildung der Ordensgeschwister und Verankerung in den Pfarrgemeinden liegen.  Das harmonische Miteinander in der Komturei soll weiterhin an oberster Stelle stehen“, so Alois Hummer im Rahmen der festlichen Amtsübernahme im Kapuzinerkloster in Gmunden. Seinem Vorgänger OB Helmut Mittendorfer, der die Geschicke der Komturei Salzkammergut acht Jahre lang geleitet hat, dankt Hummer im Namen aller Ordensgeschwister für seine spirituell und menschlich tiefgehende Leitung des Ordenslebens.  

 

Fotocredit: Siegfried Buchegger
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Bildung schafft Hoffnung
Sr. Hildegard Enzenhofer SDS zu Gast in der Komturei Salzkammergut

Foto: Komturei Salzkammergut

20. Oktober 2025

Fast drei Jahrzehnte hat die oberösterreichische Ordensfrau Sr. Hildegard Enzenhofer SDS im Heiligen Land verbracht. Sie hat Zeiten von Krieg und Frieden erlebt und sich im Pflegeheim Beit Emmaus in Palästina für ein gutes Miteinander von Christinnen und Musliminnen eingesetzt.

Sr. Hildegard hat viel Leid gesehen. Menschen mit Behinderung, die wie Tiere gehalten werden, Jugendliche, die sich aus Verzweiflung zu Selbstmordattentaten hinreißen lassen, und Kinder, denen jegliche Bildung verwehrt ist. Gerade deshalb hat die Ordensfrau sich mit Herzblut für die Schaffung von Bildungsangeboten eingesetzt. Denn „Bildung schafft Hoffnung – und verändert alles“, betont die Oberösterreicherin beim Komtureiabend im Kapuzinerkloster in Gmunden. Heirat innerhalb der Familien ist bei jungen Frauen dadurch kein Thema mehr, sie lassen sich nicht mehr in die jahrhundertealten Zwänge pressen, sondern sehen selbstbewusst in die Zukunft. Enzenhofer hat etwa eine Pflegefakultät mitaufgebaut, wo Studierende durch Bildung eine Lebensperspektive bekommen. Auch Paare haben sich dort schon gefunden. Im Altenheim hat sie erlebt, wie gut das Miteinander von Christinnen und Musliminnen funktionieren kann.

Für einen dauerhaften Frieden hat sie wenig Hoffnung, „weil der Hass zu tief sitzt“, wie sie immer wieder erlebt hat.

Seit ihrer Rückkehr nach Österreich setzt sich Sr. Hildegard dafür ein, dass Kirche und Menschen mit Migrationshintergrund besser zusammenfinden. Dem Heiligen Land bleibt sie weiterhin verbunden. „Die Grabesritter sind eine große Unterstützung“ betont Sr. Hildegard und unterstreicht die Notwendigkeit kirchlicher Präse

 

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