Fest "Unserer Lieben Frau von Palästina" am 27.10.2019 in der Augustinerkirche

Die kathpress schreibt:

Im Zeichen des Gebets um Frieden im Heiligen Land stand am Sonntag in der Wiener Augustinerkirche das Hochamt zum Fest "Maria, Unsere Liebe Frau von Palästina". Im Vorjahr war das Fest erstmals in Wien gefeiert worden, erinnerte der Prior des Augustinerklosters, P. Dominic Sadrawetz, in seiner Predigt. Mit dem Gottesdienst kommt auch die Sorge der österreichischen Grabesritter für die Christen des Heiligen Landes, deren Wiener Komturei Sandrawetz ebenfalls als Prior vorsteht, zum Ausdruck.
Im Heiligen Land ist das 1927 errichtete Heiligtum "Unserer Lieben Frau von Palästina" in Der Rafat - auf halbem Weg zwischen Jerusalem und Tel Aviv - alljährlich am letzten Sonntag im Oktober Ziel einer großen Wallfahrt, an der sich tausende Katholiken aus Israel und den palästinensischen Gebieten beteiligen. Für diese Katholiken bedeute die Wallfahrt eine "geistliche Hoffnung auf Frieden", ein "Zeichen des Trostes", aber auch einen Impuls für "Kraft und Zuversicht", erklärte P. Dominic.
Für die Mitglieder des Grabesritterordens in Österreich gehe es darum, das Leben der Glaubensgeschwister im Heiligen Land zu fördern und deren Situation in den Blick zu nehmen. Man könne dort Erfreuliches sehen, wenn Gläubigkeit und Fröhlichkeit aus den Augen der Christen strahlen, aber auch die Situation einer Minderheit, die nicht im "gesicherten Frieden" leben kann.
Wo Menschen einander um Verzeihung bitten, für Notleidende eintreten oder Unrecht anprangern, leuchte ein "göttliches Feuer" auf, erklärte der Augustiner-Prior. Das Gebet halte die "Vision einer gerechten Welt lebendig". Die in den beiden ersten Artikeln der Menschenrechts-Erklärung von 1948 verankerte Freiheit aller Menschen sowie das Ideal der Gleichheit aller verlange danach, "sich von Gott in Anspruch nehmen zu lassen". Für die Christen im Heiligen Land sei das Eintreten für "Recht und Gerechtigkeit" charakteristisch, so der Ordensmann. "Sie brauchen dafür unsere Unterstützung".
An dem Hochamt nahmen Damen und Ritter des Ordens vom Heiligen Grab aus den Komtureien Wien, Eisenstadt, St. Pölten und Klosterneuburg mit Statthalter Andreas Leiner an der Spitze teil. Musikalisch wurde der Gottesdienst mit der "Paukenmesse" von Joseph Haydn gestaltet, Ausführende waren Chor und Chorakademie von St. Augustin mit dem Stadtchor Klosterneuburg, dem Vokalensemble "Audite nos", der Chorvereinigung "Pro Musica" und dem Orchester der "HaydnAkademie" sowie den Solisten der Augustinerkirche. Gastdirigent war Anton Gabmayer.

Pilgerfest im Heiligen Land
Das Heiligtum "Unserer Lieben Frau von Palästina" in Der Rafat im Soreq-Tal verdankt seine Entstehung dem damaligen lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Luigi Barlassina. Er führte auch das Fest Marias als "Unserer Lieben Frau von Palästina" ein. Ein benediktinischer Architekt erbaute die Kirche und das dazugehörende Kloster samt Schule und Waisenhaus, in dem heute Dorotheen-Schwestern aus Vicenza ein Exerzitien- und Pilgerhaus betreiben.
Im Inneren der Kirche werden die ersten Worte des Ave Maria in 280 Sprachen dargestellt. 1927, als das Heiligtum während der britischen Mandats-Herrschaft erbaut wurde, hatte der Begriff "Palästina" noch keinen politischen Beigeschmack, sondern war ein simpler geographischer Begriff. Das Heiligtum überstand alle politisch-militärischen Entwicklungen der folgenden Jahrzehnte.
Zum Fest kommen alljährlich Pilger aus allen Teilen des Heiligen Landes. Trotz der Schwierigkeiten für Wallfahrer aus den palästinensischen Gebieten, in das auf israelischem Gebiet liegende Marienheiligtum zu kommen, "lassen sie sich nicht abhalten", wie P. Dominic andeutete.
 
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Die Einberufung des ersten Konvents (Kapitels) in Wien durch den damaligen Staatssekretär Dr. Fritz Bock am 2. Juli 1955 markiert die Geburtsstunde der Komturei Wien, Niederösterreich und Burgenland innerhalb der am 8. Mai 1955 feierlich proklamierten Statthalterei für Österreich. Bei der ersten Investiturfeier der neuen Statthalterei am Proklamationstag in Salzburg wurden 13 Ordenbrüder in die Gemeinschaft aufgenommen, sodass die neue Komturei zusammen mit den 12 schon vorhandenen Ordensbrüdern ihr Ordensleben mit 25 Mitgliedern beginnen konnte.

Die Wiener Komturei fungierte als "Mutterkomturei" für die 1990 gegründeten Komtureien Eisenstadt und St. Pölten sowie für die 1997 errichtete Komturei Baden-Wiener Neustadt. Am 22.10.2016 wurde mit einem feierlichen Gründungsfestakt aus der bisherigen "Aussenstelle Klosterneuburg" die jüngste der nunmehr insgesamt 12 österreichischen Komtureien.

Die Wiener Komturei besteht mit Stand 01.10.2019 aus 109 Mitgliedern, davon 13 Ordensdamen, und freut sich über drei neue Ordensritter, die Ende September 2019 in Innsbruck investiert worden sind.

Die Wiener Ordensfamilie trifft regelmäßig etwa zweimal im Monat bei spirituellen, wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen zusammen. Weitere Aktivitäten wie Kulturfahrten und Museumsbesuche ergänzen dieses Programm ebenso wie Ausflüge oder Treffen mit anderen Komtureien zur Förderung der Gemeinschaft.

Im Rahmen des Web-Auftritts der Erzdiözese Wien darf sich auch die Komturei Wien auf einer "Micropage" präsentieren.

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Die Leitenden Komture:

Vizekanzler Dr. Fritz Bock 1955 - 1960
Sektionschef Dr. Franz Krisch 1960 - 1970
Generaldirektor Dr. Wilhelm Lorenz 1970 - 1975
Dombaumeister Prof. Dipl.Ing. Dr. Kurt Stögerer 1975 - 1988
Ministerialrat Mag. Johann Schweinberger 1988 - 1993
öffentl. Notar Dr. Helmut Polterauer 1993 - 1997
o. Univ. Prof. Dr. h.c. Dr. Walter H. Rechberger 1997 - 2005
Ministerialrat Mag. Dr. Frieder Herrmann 2005 - 2013
Dr. Wilhelm Kraetschmer 2013 - 

Die Priore: 
Dompfarrer Kanonikus Prälat Dr. Karl Raphael Dorr 1955 - 1964 
1964 - 1967 Sedisvakanz 
Dompfarrer Kanonikus Prälat Alois Pennal 1967 - 1968 
Abtprimas Prälat Gebhard Koberger 1969 - 1983 
Dompfarrer Kanonikus Prälat Karl Hugel 1983 - 1988 
Prälat Mag. Elmar Mayer 1988 - 2005
Prälat Militärgeneralvikar i.R. Rudolf Schütz 2006 - 2017
P. Mag. Dominic Sadrawetz, OSA 2017 - 

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