Freitag, 13.02.2026

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

1 Kön, 11,29-32; 12,19; Ps 81, 10-11b. 12-15; Mk 7,31-37

Namenstag: Hl. Castor v. Karden (Einsiedler, gest. um 400); Ermenhild v. Kent ( Äbtissin in Ely, gest. um 700)

Der Hl. Castor war ein Schüler von Bischof Maximin von Trier und wurde von ihm zum Priester geweiht. Aus Liebe zur Einsamkeit und zur Vervollkommnung in den christlichen Tugenden zog er von Trier in die Einöde bei Karden an der Mosel und diente dort Gott mit Fasten und Gebet. Ihm schlossen sich Schüler an, die er auf dem Weg zu einem vorbildlichen frommen Leben anleitete.

Irmhild (Ermenhild) war Äbtissin der Benediktikerabtei Ely (GB). Sie starb um 700.

Hymnus

 

Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.

Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.

Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.

 

Psalm 119, 25-32

Ich eile voran auf dem Weg deiner Gebote, denn mein Herz machst du weit.

Meine Seele klebt am Boden. *
Durch dein Wort belebe mich!

Ich habe dir mein Geschick erzählt, und du erhörtest mich. *
Lehre mich deine Gesetze!

Lass mich den Weg begreifen, den deine Befehle mir zeigen, *
dann will ich nachsinnen über deine Wunder.

Meine Seele zerfließt vor Kummer. *
Richte mich auf durch dein Wort!

Halte mich fern vom Weg der Lüge; *
begnade mich mit deiner Weisung!

Ich wählte den Weg der Wahrheit; *
nach deinen Urteilen hab’ ich Verlangen.

Ich halte an deinen Vorschriften fest. *
Herr, lass mich niemals scheitern!

Ich eile voran auf dem Weg deiner Gebote, *
denn mein Herz machst du weit.

Ich eile voran auf dem Weg deiner Gebote, denn mein Herz machst du weit.

Kurzlesung Kol 3,12-13

Ihr seid von Gott geliebt, seid seine auserwählten Heiligen; darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut, Milde, Geduld!

Ertragt euch gegenseitig und vergebt einander, wenn einer dem andern etwas vorzuwerfen hat! Wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!

 

Responsorium

V Barmherzig und gnädig ist der Herr.
R Langmütig und reich an Güte.

Impuls

Im heutigen Tagesevangelium (Mk 7,31–37) wird uns berichtet, wie ein Taubstummer zu Jesus gebracht wurde. Jesus wurde dann gebeten, er möge ihn berühren.

Jesus nahm ihn zur Seite, legte seine Finger in die Ohren, berührte seine

Zunge, sah zum Himmel und sprach: „Effata“, das heißt: „Öffne dich!“

Nichts hören, nichts reden, nichts sehen. Ohren, Mund und Augen geschlossen halten, lässt uns nicht am Leben teilnehmen; lässt uns Gott nicht erkennen und Jesus kann uns nicht berühren. Es ist ein Geschenk, wenn wir mit all unseren Sinnen an der Welt teilnehmen können. Offene Ohren, Mund und Augen lassen die Gegenwart Gottes erkennen und seine Stimme hören.

Gebetsgedenken

Wir bitten dich: Lerne uns Menschen erkennen, dass dieses Sich-Öffnen

durch den Effata-Ritus bei unserer Taufe eine lebenslange Aufgabe ist.

Oration

Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.

 

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

Auferstehungsgebet

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,

und deine Auferstehung preisen wir,

bis du kommst in Herrlichkeit.

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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