Freitag, 21.02.2020

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Jak 2, 14-24.26; Ps 112, 1-6; Mk 8, 34-9,1

Heiliger Petrus Damiani

Der Kirchenlehrer Patrus Damiani (1007-1072) war einer der großen Reformer der Kirche im Mittelalter. Er stammte aus Ravenna. 1057 wird er gegen seinen Willen zum Kardinal erhoben. Er setzte sich für eine vom Staat unabhängige Kirche ein und kämpfte gegen die Simonie (Erkaufen geistlicher Ämter) und den Sittenverfall des Klerus. Er hinterließ ein umfangreiches Werk theologischer Schriften.

Hymnus

Christus, du bist der helle Tag,

dein Glanz durchbricht die dunkle Nacht,

Du Gott des Lichtes kündest uns

das Licht, das wahrhaft selig macht.

 

Gib, dass nichts Arges uns bedrängt,

der böse Feind uns nicht verführt,

und lass nicht zu, dass Geist und Leib

vor Deinem Auge schuldig wird.

 

Sei Deiner Diener eingedenk,

die Du mit Deinem Blut erkauft.

Stärk uns durch Deines Leidens Kraft;

wir sind auf Deinen Tod getauft.

 

Aus ganzem Herzen preisen wir

Dich, Christus, Herr der Herrlichkeit,

der mit dem Vater und dem Geist

uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.

Ps 121, 1-8

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen:*

Woher kommt mir Hilfe?

 

Meine Hilfe kommt vom Herrn,*

der Himmel und Erde gemacht hat.

 

Er lässt deinen Fuß nicht wanken;*

er, der dich behütet, schläft nicht.

 

Nein, der Hüter Israels*

schläft und schlummert nicht.

 

Der Herr ist dein Hüter, der Herr gibt dir Schatten;*

er steht dir zur Seite.

 

Bei Tag wird dir die Sonne nicht schaden*

noch der Mond in der Nacht.

 

Der Herr behütet dich vor allem Bösen,*

er behütet dein Leben.

 

Der Herr behütet dich, wenn du fortgehst und wiederkommst,*

von nun an bis in Ewigkeit.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist

 

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen

 

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Kurzlesung 1 Kor 2 7-10a

Wir verkündigen das Geheimnis der verborgenen Weisheit Gottes, die Gott vor allen Zeiten vorausbestimmt hat zu unserer Verherrlichung. Keiner der Machthaber dieser Welt hat sie erkannt; denn hätte einer sie erkannt, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. Nein, wir verkündigen, wie in der Schrift steht, was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat, was keinem Menschen in den Sinn gekommen ist; das Große, das Gott denen bereitet hat, die ihn lieben. Denn uns hat es Gott enthüllt durch den Geist.

Responsorium

V Der Herr entriss mein Leben dem Tod.

R Ich gehe meinen Weg vor ihm im Lande der Lebenden.

Impuls

Die Menschen sind auf der Suche nach glaubwürdigen Zeugen. Wir Christen sind dazu aufgerufen, es zu sein. Für uns gilt: Was keiner wagt, das sollt ihr wagen. Was keiner sagt, das sagt heraus. Was keiner denkt, das wagt zu denken. Was keiner anfängt, das führt aus. Wenn keiner ja sagt, sollt ihrs sagen. Wenn keiner nein sagt, sagt doch nein. Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben. Wenn alle mittun, steht allein. Wo alle loben, habt Bedenken. Wo alle spotten, spottet nicht. Wo alle geizen, wagt zu schenken. Wo alles dunkel ist, macht Licht.

Quelle unbekannt

 

Gebetsgedenken

Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.

 Für die Christen in Syrien.

Oration

Herr, unser Gott, im Ärgernis des Kreuzes hast du deine unerforschliche Weisheit kundgetan. Lass uns die verborgene Herrlichkeit des Leidens Christi erkennen, damit wir niemals an seinem Kreuz irre werden, sondern allezeit uns im Kreuze rühmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

Auferstehungsgebet

Herr Jesus Christus, durch Deine Auferstehung bist Du unsere Hoffnung geworden. Tod, Gewalt und Verlassenheit haben nicht das letzte Wort behalten. Auch wenn wir Dich nicht sehen können, können wir uns Dir im Gebet öffnen, und wir können Dir in jedem Menschen dienen, dem wir begegnen, besonders in denen, die leiden. Allen versprichst Du die Freude Gottes, und zwar für immer und alle Zeiten. (Gebet von Frere Alois, Taize)

Amen.

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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