Freitag, 23.10.2020

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Eph 4, 1-6; Ps 24, 1-2.3-4.5-6; Lk 12, 54-59

Hl. Johannes von Capestrano

 

Johannes stammte aus Capestrano in den Abruzzen. 1386 geboren, studierte er Jura und wurde Richter. Dann wurde er Franziskaner von der strengen Observanz und entfaltete seit 1417 eine große Predigttätigkeit. Mit seinem Freund Bernhardin von Siena war er der größte Wanderprediger des 15.  Jahrhunderts. Er predigte in Italien, Deutschland, Böhmen, Mähren, Polen und Österreich. An der Abwehr der Türkengefahr und dem Sieg über die Türken bei Belgrad (Juli 1456) hatte er wesentlichen Anteil. Er war aber auch ein großer Seelsorger und Friedensstifter. Er starb am 23. Oktober 1456 in Ilok an der Donau. Sein Grab ist verschollen.

Hymnus

Bevor des Tages Licht vergeht,

o Herr der Welt, hör dies Gebet:

Behüte uns in dieser Nacht

durch deine große Güt und Macht.

 

Hüllt Schlaf die müden Glieder ein,

lass uns in dir geborgen sein

und mach am Morgen uns bereit

zum Lobe deiner Herrlichkeit.

 

Dank dir, o Vater, reich an Macht,

der über uns voll Güte wacht

und mit dem Sohn und Heil`gen Geist

des Lebens Fülle uns verheißt. Amen.

Ps 46, 2-12

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere Burg.

 

Gott ist uns Zuflucht und Stärke,*

ein bewährter Helfer in allen Nöten.

 

Darum fürchten wir uns nicht, wenn die Erde auch wankt,*

wenn Berge stürzen die die Tiefe des Meeres,

 

wenn seine Wasserwogen tosen und schäumen*

und vor seinem Ungestüm die Berge erzittern.

 

Der Herr der Heerscharen ist mit uns,*

der Gott Jakobs ist unsere Burg.

 

Die Wasser eines Stromes erquicken die Gottesstadt,*

des Höchsten heilige Wohnung.

 

Gott ist in ihrer Mitte, darum wird sie niemals wanken;*

Gott hilft ihr, wenn der Morgen anbricht.

 

 

Völker toben, Reiche wanken,*

es dröhnt sein Donner, da zerschmilzt die Erde.

 

Der Herr der Heerscharen ist mit uns,*

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

 

Kommt und schaut die Taten des Herrn,*

der Furchtbares vollbringt auf der Erde.

 

Er setzt den Kriegen ein Ende*

bis an die Grenzen der Erde;

 

er zerbricht die Bogen, zerschlägt die Lanzen,*

im Feuer verbrennt er die Schilde.

 

"Lasst ab und erkennt, dass ich Gott bin,*

erhaben über die Völker, erhaben auf Erden."

 

Der Herr der Heerscharen ist mit uns,*

der Gott Jakobs ist unsre Burg.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen.

Der Herr der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs ist unsere Burg.

Kurzlesung Lk 12 56-57

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr deuten. Warum könnt ihr dann die Zeichen der Zeit nicht deuten? Warum findet ihr nicht schon selbst das rechte Urteil?

Responsorium

V Barmherzig und gnädig ist der Herr.

R Lanngmütig und reich an Gnade.

Impuls

Jesus tadelt hier mit zwei Beispielen die Verstocktheit und Blindheit seiner Zeitgenossen. Sie seien zwar offensichtlich recht gut, die Anzeichen des Wetterumschwunges zu deuten und sich danach zu richten, aber einfach nicht willens, auch die Zeiten der Zeit zu erkennen - die er ihnen vor Augen hielt - und sich dementsprechend zu bekehren. Auch wir sind angesprochen, uns von manchem zu bekehren, was uns und andere schädigt, bevor wir uns damit selbst gewaltigen Schaden bereiten.

Gebetsgedenken

Herr, lass uns alle Zeichen unserer Zeit erkennen, die uns mahnen, uns von unserem schlechten Umgang miteinander und mit deiner Schöpfung zu bekehren.

Oration

HERR, wir schauen hin auf das Kreuz deines Sohnes. Gib, dass wir sein Leiden und Sterben besser verstehen und fähig werden, sein Joch auf uns zu nehmen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.

 

 

Auferstehungsgebet

HERR, schon in diesem Leben besitzen wir den Heiligen Geist, das Unterpfand ewiger Herrlichkeit. Durch  ihn hast du Jesus auferweckt von den Toten und uns die sichere Hoffnung gegeben, dass sich an uns das österliche Geheimnis vollendet. Lass uns Dich heute preisen und dein Lob singen, indem wir Deine Liebe zu den Menschen bringen. Amen.

(nach dem Hochgebet vom 25.10.2020)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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