Freitag, 21.01.2022

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

1 Sam 24, 3-21; Ps 57, 2.3-4.6 u. 11; Mk 3, 13-19

Hl. Meinrad, Hl. Agnes

Meinrad (um 800-861) stammta aus der Nähe von Rottenburg. Er wurde Benediktinermönch auf der Bodenseeinsel Reichenau. Er zog sich 835 in eine Einsiedelei zurück und sorgte für die Armen. Er wurde 861 von zwei Räubern erschlagen, die er zuvor bewirtet hatte.

Die Märtyrerin Agnes lebte im dritten Jahrhundert. Ihr Leben ist von Legenden umwoben. Agnes soll sich geweigert haben, den Sohn des Stadtpräfekten zu heiraten, da sie sich Christus versprochen hatte. Daraufhin wurde sie getötet.

Hymnus

Jesus, guter Hirte!

Hier ist deine Herde,

die du aus den vier Himmelsrichtungen

von der ganzen Erde gesammelt hast.

Jesus Christus, wahres Brot!

Von dir kraftvoll ernährt,

werden die Menschen stark sein im Glauben,

freudevoll in der Hoffnung,

tätig und bemüht in den vielfachen Werken

der geschwisterlichen Liebe.

Amen.

(Gebet von Papst Johannes XXIII.)

Ps 59, 2-5.10-11.17-18

Mein Gott, beschütze mich vor meinen Feinden.

Entreiß mich den Feinden, mein Gott,*

beschütze mich vor meinen Gegnern!

 

Entreiß mich denen, die Unrecht tun,*

rette mich vor den Mördern!

 

Sieh her: Sie lauern mir auf,*

Mächtige stellen mir nach.

 

Ich aber habe keinen Frevel begangen und keine Sünde;*

Herr, ich bin ohne Schuld.

 

Sie stürmen vor und stellen sich auf.*

Wach auf, komm mir entgegen, sieh her!

 

Meine Stärke, an dich will ich mich halten,*

denn du, Gott, bist meine Burg.

 

Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen;*

Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.

 

Ich aber will deine Macht besingen,*

will über deine Huld jubeln am Morgen.

 

Denn du bist eine Burg für mich,*

bist meine Zuflucht am Tag der Not.

 

Meine Stärke, dir will ich singen und spielen,*

denn du, Gott, bist meine Burg, mein huldreicher Gott.

 

  

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen. 

Mein Gott, beschütze mich vor meinen Feinden.

 

 

 

Kurzlesung Weish 1 13-14

Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Zum Dasein hat er alles geschaffen und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Responsorium

V Der Herr entriss mein Leben dem Tod.

R Ich gehe meinen Weg vor ihm im Land der Lebenden.

Impuls

In diesen Tagen befinden wir uns in der Gebetswoche für die Einheit der Christen, die jährlich vom 18. bis 25. Jänner stattfindet. Um uns an die Bedeutung dieses Anliegens zu erinnern, müssen wir uns nur die Worte Jesu vor Augen führen, die wir bei Johannes in den Abschiedsreden finden: „Aber ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben. Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast; denn sie sollen eins sein, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du ich gesandt hast und die Meinen ebenso geliebt hast wie mich.“ (Joh 17, 20-23) Die Herrlichkeit, von der Jesus spricht, ist der Heilige Geist selbst, den der Vater dem Sohn gegeben hat und welcher ihn an die Seinen weitergegeben hat als Geist der Liebe, als Geist der Wahrheit, als Geist der Einheit: zwischen Mensch und Gott und zwischen den Menschen untereinander. In der Liebe und der Wahrheit wird uns die Einheit begegnen, weil diese alle vom einen Heiligen Geist gewirkt sind – damit die Welt glaubt.

Gebetsgedenken

Um die Einheit aller Christen in der einen Kirche Christi, gegründet auf Wahrheit und Liebe.

Oration

Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

Auferstehungsgebet

Herr, sende der Christenheit den Geist der Erkenntnis. Hilf uns Mißverständnisse und Vorurteile beseitigen. Öffne unser Herz der ganzen Wahrheit.

Herr, sende uns deinen pfingstlichen Geist, damit jeder in seiner Sprache die eine Botschaft hört. Hilf uns, die Tore deines Hofes weit zu öffnen.

Herr, sende den Geist der Liebe in die Herzen deiner Gläubigen, damit wir Schritte tun, die deine Christenheit näher zusammenführen - damit wir nicht ermüden. Amen.

(Andacht "Einheit der Christen", GL 1975)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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