Freitag, 19.06.2026
2 Kön 11, 1-4.9-18.20; Ps 132, 11-14.17-18; Mt 6, 19-23
Heiliger Romuald
Romuald (951/52 - 1027) verband die alten ägyptischen Idealen des Einsiedlertums mit der Regel des hl. Benedikts. Er stammt aus einer adeligen Familie, trat in der Nähe von Ravenna in ein Kloster nach der Regel des hl Benedikt ein um einen Mord zu sühnen, den sein Vater begangen hat. Beeindruckt vom Mönchsleben legte er sein Gelübde ab und wurde Einsiedler in der Nähe von Venedig. Er ging als Einsiedler in die Pyrenäen, kehrte nach Italien zurück, reformierte zahlreiche Klöster und gründete in der Nähe von Arezzo ein Schweigekloster, die Kamaldulenser. Sie leben nach der Regel des hl Benedikt, aber als Einsiedler. Romuald wurde schon 5 Jahre nach seinem Tod heiliggesprochen.
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End´,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew´gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil´ger Geist. Amen.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, *
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; *
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig, *
du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsre Väter vertraut, *
sie haben vertraut und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit, *
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, *
der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Alle, die mich sehen, verlachen mich, *
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
«Er wälze die Last auf den Herrn, *
der soll ihn befreien!
Der reiße ihn heraus, *
wenn er an ihm Gefallen hat.»
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, *
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, *
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe *
und niemand ist da, der hilft.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit
und in Ewigkeit Amen.
Wir sahen ihn, den Verachteten, einen Mann voller Schmerzen, mit der Krankheit vertraut.
Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten? Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
V Herr, dein Weg werde auf Erden erkannt.
R Dein Heil unter allen Völkern.
Mt 6, 19-23 – Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz
Jesus hat immer wieder in seinen Lehräußerungen und Predigten
die starke Erdgebundenheit der Menschen zur Sprache gebracht.
Selbst seine engsten Mitarbeiter, die Apostel, haben sich schwer davon
befreit. Jesus mahnt bei den Menschen ein: Sie sollen nicht Schätze
hier auf Erden ansammeln, die im Grunde keinen Bestand haben und
verderben, sondern sie sollen im Himmel Schätze ansammeln, die
nicht verderben, die ewig bestehen bleiben.
Wenn Jesus von den irdischen Schätzen spricht, verurteilt er
nicht die Erwebung irdischer Werte, die zum Befriedigen der
notwendigen Lebensbedürfnisse notwendig sind. Anders ausgedrückt:
Wir sollen unser Herz nicht allzu sehr an irdische Dinge hängen, an
Dinge, die ihren Wert verlieren und uns vom Reich Gottes entfernen.
Jesus mahnt uns: „Wo dein Schatz ist, ist auch dein Herz“ und er
erinnert uns, dass unser Leben nicht nur aus unserem irdischen Dasein
besteht, sondern es von unserer Geburt an einen Bezug zum Reich
Gottes hat, auch wenn wir es nicht immer wahr haben wollen.
Vergessen wir eines nicht: Gott ist unser Vater, der weiß, was wir
benötigen. Er sorgt für uns, auch wenn wir es oft nicht erkennen.
Herr Jesus, du weißt, dass wir uns häufig von Sorgen und Nöten
plagen lassen. Wir vergessen, dass du die Quelle und der Weg zum
Reich Gottes bist. Geleite uns auf dem Weg, um den himmlischen
Schatz zu erwerben. Herr sei uns nahe. Amen.
Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit.
V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.
Herr Jesus Christus,
du bist vom Vater kraft des Heiligen Geistes
aus der Finsternis des Todes
zum Licht eines neuen Lebens in Herrlichkeit geführt worden.
Lass das Zeichen des leeren Grabes
zu uns und zu den kommenden Generationen sprechen
und zur Quelle lebendigen Glaubens,
hochherziger Liebe
und unerschütterlicher Hoffnung werden.
Dir, o Jesus, verborgene und siegreiche Gegenwart in der Weltgeschichte,
sei Lob und Ehre in Ewigkeit.
Amen.
(Abschlussgebet des Kreuzweges im Kolosseum)
Herr Jesus Christus,
Du rufst uns,
Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.
Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,
Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,
Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.
Wir sind gerufen,
aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,
durch unser Wort und unser christliches Leben,
den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.
Herr,
gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.
Gib uns offene Augen,
offene Ohren
und ein offenes Herz für die Not der Menschen,
besonders für die Christen im Hl. Land,
die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.
Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.
Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,
die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.
Lass uns miteinander auf dem Weg sein.
Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.
Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.
Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.
Amen.