Freitag, 09.01.2026
1 Joh 4,11-18; Ps 72, 1-2.10-13; Mk 6,45-52
Hl. Hadrian v. Canterbury ( Abt, gest. 710 )
Hadrian wurde westwärts des Nils im griechischsprachigen byzantinischen Reich geboren. Als die Araber begannen dieses Gebiet zu erobern, musste er nach Neapel fliehen. Kurz darauf trat er in ein Kloster ein. Dort erhielt er eine theologische Ausbildung. Nach wenigen Jahren wurde er zum Abt gewählt. Er lernte Kaiser Konstans II. kennen, der ihn dem Papst Vitalian vorgestellt hat. Zweimal lehnte er das Angebot, Erzbischof von Canterbury zu werden, ab. Erst mit Theodor von Tarsus ging er nach England. 670 n. Chr. wurde er Abt des Benediktinerklosters in Canterbury. Hadrian starb am 9. Januar 710.
Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.
Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.
Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.
Ich mache dich zum Licht für alle Völker: trage mein Heil bis an die Enden der Erde.
Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.
Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.
Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.
Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.
Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.
Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.
Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.
Ich mache dich zum Licht für alle Völker: trage mein Heil bis an die Enden der Erde.
Das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkünden: Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm.
V Ihr Völker, preist unsern Gott.
R Erhebt die Stimme zu seinem Lob.
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm’’ (1 Joh 4,16). In diesen Worten aus dem Ersten Johannesbrief ist die Mitte des christlichen Glaubens, das christliche Gottesbild und auch das daraus folgende Bild des Menschen und seines Weges in einzigartiger Klarheit ausgesprochen. Außerdem gibt uns Johannes in demselben Vers auch sozusagen eine Formel der christlichen Existenz: ’’Wir haben die Liebe erkannt, die Gott zu uns hat, und ihr geglaubt’’….. Die Liebe ist nun dadurch, dass Gott uns zuerst geliebt hat (vgl. 1 Joh 4,10), nicht mehr nur ein ,,Gebot’’, sondern Antwort auf das Geschenk des Geliebtseins, mit dem Gott uns entgegengeht.
(Benedikt XVI. „Deus Caritas est” Einleitung)
Gottes Liebe ist unerschöpflich und allumfassend. Gott liebt jeden Menschen auf Erden. Er erwartet dasselbe von uns – selbst wenn es schwer ist.
Allmächtiger Gott, dein einziger Sohn, vor aller Zeit aus dir geboren, ist in unserem Fleisch sichtbar erschienen. Wie er uns gleich geworden ist in der menschlichen Gestalt, so werde unser Inneres neu geschaffen nach seinem Bild. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.
Herr Jesus Christus,
du bist vom Vater kraft des Heiligen Geistes
aus der Finsternis des Todes
zum Licht eines neuen Lebens in Herrlichkeit geführt worden.
Lass das Zeichen des leeren Grabes
zu uns und zu den kommenden Generationen sprechen
und zur Quelle lebendigen Glaubens,
hochherziger Liebe
und unerschütterlicher Hoffnung werden.
Dir, o Jesus, verborgene und siegreiche Gegenwart in der Weltgeschichte,
sei Lob und Ehre in Ewigkeit.
Amen.
(Abschlussgebet des Kreuzweges im Kolosseum)
Herr Jesus Christus,
Du rufst uns,
Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.
Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,
Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,
Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.
Wir sind gerufen,
aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,
durch unser Wort und unser christliches Leben,
den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.
Herr,
gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.
Gib uns offene Augen,
offene Ohren
und ein offenes Herz für die Not der Menschen,
besonders für die Christen im Hl. Land,
die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.
Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.
Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,
die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.
Lass uns miteinander auf dem Weg sein.
Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.
Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.
Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.
Amen.