Freitag, 17.04.2026
Apg 5,34-42; Ps 27 1.4.13-14; Joh 6, 1-15
Namenstag: Gerwin von Oudenburg (Einsiedler, Abt, gest. 1117)
Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.
Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.
Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.
Halleluja, halleluja, halleluja.
Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.
Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.
Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.
Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.
Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.
Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.
Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.
Halleluja, halleluja, halleluja.
Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid! Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.
V Herr, bleibe bei uns. Halleluja.
R Denn es will Abend werden. Halleluja.
Jesus teilte an die Leute aus, so viel sie wollten
In dieser Evangeliumsstelle bei Johannes geht Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Die Menschen sehen die Zeichen, die ER an den Kranken tut und so folgen sie ihm. Jesus steigt auf einen Berg und lässt sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Paschafest der Juden steht unmittelbar bevor. Dann stellt Jesus Philippus auf die Probe und fragt, was sie tun sollen, damit alle zu essen bekommen, denn es sind fünftausend Männer. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagt zum Herrn: „Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele?“ Jesus spricht das Dankgebet und teilt das Brot an die Leute aus, so viel sie wollen, ebenso macht er es mit den Fischen. Auch hier sehen wir wieder einmal einen Hinweis auf die Eucharistie, auf dieses nie enden wollende Brot, in dem Christus, der Herr, sich seinen Jüngern und uns selbst zur Speise gibt. Danach lässt ER die Jünger das Übriggebliebene einsammeln, damit nichts verdirbt. Es bleiben zwölf Körbe übrig. Die Menschen erkennen IHN aber nicht, sie halten Jesus für einen Propheten, der gekommen ist, um Israel zu befreien. Aber Jesus ist kein weltlicher König, nein, SEIN Reich ist nicht von dieser Welt. ER ist gekommen, um die Menschen zu erretten und sie von aller Schuld und Sünde zu erlösen. Jesus zieht sich wieder auf den Berg zurück. Er distanziert sich von den Erwartungen der Menschen. Das ist nicht sein Weg, das ist nicht der Wille des Vaters.
Herr Jesus Christus, lass uns mit Dir gemeinsam beten:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden!
Heiliger Gott, du hast deinen Sohn der Schmach des Kreuzes unterworfen, um uns der Gewalt des Bösen zu entreißen. Gib uns die Gnade, dass auch wir deinem Willen gehorchen und einst in Herrlichkeit auferstehen. Darum bitten wir durch ihn, Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.
Christus ist auferstanden!
Er ist wahrhaft auferstanden.
Herr Jesus Christus,
Du rufst uns,
Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.
Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,
Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,
Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.
Wir sind gerufen,
aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,
durch unser Wort und unser christliches Leben,
den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.
Herr,
gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.
Gib uns offene Augen,
offene Ohren
und ein offenes Herz für die Not der Menschen,
besonders für die Christen im Hl. Land,
die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.
Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.
Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,
die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.
Lass uns miteinander auf dem Weg sein.
Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.
Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.
Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.
Amen.