Freitag, 11.10.2019

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Joel 1, 13-15; 2, 1-2;Ps 9, 2-3.6.16.8-9; Lk 11,14-26

Hl. Papst Johannes XXIII.

Angelo Giuseppe Roncalli wurde 1881 bei Bergamo in ärmlichen Verhältnissen geboren. Durch die Förderung des Gemeindepfarrers konnte der begabte Junge das Priesterseminar besuchen. Nach seiner Priesterweihe finden wir Pater Roncalli in den Stationen als Sekretär des Heimatbischofs, als Sanitätssoldat und Militärseelsorger, als Mitglied der vatikanischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker, im Generalrat des Päpstlichen Werkes des Glaubensverbreitung. Weiters wirkte er als Apostolischer Visitator, als Apostolischer Delegat und 1944 als Apostolischer Nuntius für Paris. 1953 wurde er zum Kardinal erhoben und zum Patriarchen von Venedig ernannt. Am 28. Oktober 1958 wurde er zum Papst gewählt, er nannte sich Johannes XXIII. Seine Menschenfreundlichkeit öffnete ihm die Herzen. Im Januar 1959 kündigte Papst Johannes XXIII. ein Ökumenisches Konzil an, das am 11. Oktober 1962 im Vatikan feierlich eröffnet wurde. Roncallis Mut zu historischen Veränderungen, seine bahnbrechenden Schritte hin zur Ökumene und zum "Aggiornamento" - zum Heutigwerden der Kirche waren beispielhaft wie seine große Bescheidenheit. Ein anderer war dazu bestimmt, das 2. Vatikanische Konzil zu Ende zu führen. Johannes XXIII. starb an 3. Juni 1963, er wurde am 27. April 2014 von Papst Franziskus heiliggesprochen.

Hymnus

Du starker Gott, der diese Welt 

im Innersten zusammenhält, 

du Angelpunkt, der unbewegt 

den Wandel aller Zeiten trägt. 

 

Geht unser Erdentag zu End`, 

schenk Leben, das kein Ende kennt: 

führ uns, dank Jesu Todesleid, 

ins Licht der ew`gen Herrlichkeit. 

 

Vollenden wir den Lebenslauf, 

nimm uns in deine Liebe auf, 

dass unser Herz dich ewig preist, 

Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen 

Ps 22, 23-32

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn. 

23

Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, *  inmitten der Gemeinde dich preisen. 

24

Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, +  ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; *  erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels! 

25

Denn er hat nicht verachtet, *  nicht verabscheut das Elend des Armen.  Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; *  er hat auf sein Schreien gehört. 

26

Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; *  ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten. 

27

Die Armen sollen essen und sich sättigen; +  den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. *  Aufleben soll euer Herz für immer. 

28

Alle Enden der Erde sollen daran denken +  und werden umkehren zum Herrn: *  Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder. 

29

Denn der Herr regiert als König; *  er herrscht über die Völker. 

30

Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, *  vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen. 

31

Meine Seele, sie lebt für ihn; *  mein Stamm wird ihm dienen.  Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, + 

32

seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; *  denn er hat das Werk getan. 

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit,*

und in Ewigkeit. Amen.

Alle Stämme der Völker werfen sich nieder vor dem Herrn. 

Kurzlesung Ez 34 11-17

11  So spricht Gott, der Herr: Jetzt will ich meine Schafe selber suchen und mich selber um sie kümmern.

12  Wie ein Hirt sich um die Tiere seiner Herde kümmert an dem Tag, an dem er mitten unter den Schafen ist, die sich verirrt haben, so kümmere ich mich um meine Schafe und hole sie zurück von all den Orten, wohin sie sich am dunklen, düsteren Tag zerstreut haben.

13 Ich führe sie aus den Völkern heraus, ich hole sie aus den Ländern zusammen und bringe sie in ihr Land. Ich führe sie in den Bergen Israels auf die Weide, in den Tälern und an allen bewohnten Orten des Landes.

14  Auf gute Weide will ich sie führen, im Bergland Israels werden ihre Weideplätze sein. Dort sollen sie auf guten Weideplätzen lagern, auf den Bergen Israels sollen sie fette Weide finden.

15  Ich werde meine Schafe auf die Weide führen, ich werde sie ruhen lassen - Spruch Gottes, des Herrn.

16  Die verloren gegangenen Tiere will ich suchen, die vertriebenen zurückbringen, die verletzten verbinden, die schwachen kräftigen, die fetten und starken behüten. Ich will ihr Hirt sein und für sie sorgen, wie es recht ist.

17  Ihr aber, meine Herde - so spricht Gott, der Herr -, ich sorge für Recht zwischen Schafen und Schafen, zwischen Widdern und Böcken.

Responsorium

V Herr, dein Weg werde auf Erden erkannt. 

R Dein Heil unter allen Völkern. 

Impuls

Ein `Zeichen vom Himmel`? Die Amazonien-Synode hat begonnen. Sie soll und wird von intensivem Gebet, auch durch unsere Ordensgemeinschaft begleitet werden. Im heutigen Evangelium aus Lukas fordern einige von Jesus ein Zeichen vom Himmel. Doch gerade hat der HERR einen stummen Dämonen ausgetrieben. Ist das nicht genug? Nicht für einige der Umstehenden. Doch sie haben gesehen und doch nicht gesehen: "Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, dann ist doch das Reich Gottes schon zu euch gekommen." - so antwortet der HERR. Wir dürfen und sollen gerade im Blick auf die Amazonien-Synode, auf die Kriegsgefahr im Nahen Osten, auf das friedlose Heilige Land beten und bitten: "...Dein Reich komme..." Doch das Werkzeug der HERRN ist sein Volk, sind wir. 

Gebetsgedenken

Am Gedenktag des Heiligen Papstes Johannes XXIII. beten wir vor allem um den Heiligen Geist für die Geistlichen und Laien - für die Mitglieder des Volkes Gottes, die an der Amazonien-Synode teilnehmen.

Oration

Allmächtiger Gott, im heiligen Papst Johannes XXIII. hast du der Kirche einen Hirten gegeben, der mit Offenheit der Welt begegnete und der dem Heiligen Geist Tor und Tür öffnete. Gib uns auf seine Fürsprache die Kraft, auch heute noch diesem Geist mehr zu trauen als Gesetzen und Tradition. Darum bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und herrscht in Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

 

Wir beten mit dem Kardinalgroßmeister:

 

Maria – die Mutter Jesu – war an Pfingsten unter seinen Jüngern

gegenwärtig und wartete auf die Geburt der Kirche, den

Leib Christi. Wir sehen Maria genau wie am Anfang des Evangeliums,

als sie auf die körperliche Geburt Jesu in Bethlehem

wartete. Maria, die Mutter des physischen Leibes Christi, wird

an Pfingsten die Mutter seines mystischen Leibes, und jeder

von uns gehört zu diesem Leib.

In seiner Passion und seinem Tod hat uns der Herr zwei Gaben

geschenkt: Die Eucharistie – seinen sakramentalen Leib beim

letzten Abendmahl des Herrn – und das letzte Geschenk, als er

am Kreuz der Kirche, die durch den heiligen Johannes vertreten

war, seine Mutter geschenkt hat: „Frau, siehe, dein Sohn.

Siehe, deine Mutter.“ Sie wurde die Mutter der Kirche, als sie

an Pfingsten mit den Jüngern betete.

Es wird uns auch berichtet, dass der geliebte Jünger am Fuß

der Kreuzes Maria zu sich nahm, indem er sie buchstäblich in

sein Leben hineinnahm. Genauso wird jeder von uns eingeladen,

Maria in die Tiefe seines Lebens einziehen zu lassen und

sie als ein persönliches Geschenk Jesu zu betrachten.

 

 

Auferstehungsgebet

Deinen Tod, o HERR verkünden wir

und Deine Auferstehung preisen wir,

bis Du kommst in Herrlichkeit. Amen.

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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