Freitag, 22.05.2026
Apg25,13-21; Ps 103,1-2.11-12.19-20b; Joh21, 1. 15-19
Heilige Rita von Cascia
Rita (1360/1380-1447) wird wegen ihrer Herzensgüte und selbstlosen Nächstenliebe als Helferin in aussichtslosen Nöten auf der ganzen Welt, besonders in Italien, in Südamerika und auf den Philippinen verehrt und angerufen. Sie wuchs in Umbrien auf und wurde jung mit einem Mann vermählt, der nach 18 Ehejahren ermordet wurde. Bald danach starben auch ihre Söhne, so trat sie in das Augustinerinnenkloster in Cascia ein. ihre besondere Sorge galt den Armen, Kranken und ihren Familien. Sie führte ein streng enthalsames Leben mit Buße und tiefer Liebe zum leidenden Erlöser. Mit ihm fühlte sie sich mystisch tiefverbunden. 1432 empfing sie das Stigma der Dornenkrone auf ihrer Stirn, das sie 15 Jahre bis zu ihrem Tod als schmerzende offene Wunde trug. Kurz vor ihrem Tod erblühte der Legende nach eine Rose im Winter auf ihren Wunsch hin. Noch heute werden am 22. Mai in Italien "Rita- Rosen" geweiht. Die Rose ist ihr Symbol für Leiden und Freude.
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End´,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew´gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil´ger Geist. Amen.
Halleluja, halleluja, halleluja.
Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, *
bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?
Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; *
ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.
Aber du bist heilig, *
du thronst über dem Lobpreis Israels.
Dir haben unsre Väter vertraut, *
sie haben vertraut und du hast sie gerettet.
Zu dir riefen sie und wurden befreit, *
dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.
Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, *
der Leute Spott, vom Volk verachtet.
Alle, die mich sehen, verlachen mich, *
verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
«Er wälze die Last auf den Herrn, *
der soll ihn befreien!
Der reiße ihn heraus, *
wenn er an ihm Gefallen hat.»
Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, *
mich barg an der Brust der Mutter.
Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, *
vom Mutterleib an bist du mein Gott.
Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe *
und niemand ist da, der hilft.
Halleluja, halleluja, halleluja.
Am Abend des ersten Tages der Woche, als die Jünger aus Furcht vor den Juden bei verschlossenen Türen beisammen waren, kam Jesus, trat in ihre Mitte und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Nach diesen Worten zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Nachdem er das gesagt hatte, hauchte er sie an und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten.
V Herr, bleibe bei uns. Halleluja.
R Denn es will Abend werden. Halleluja.
„...Friede sei mit euch....Empfangt den heiligen Geist! Denen ihr die Sünden erlasst, denen sind sie erlassen; denen ihr sie behaltet, sind sie behalten“
Jesu „Friede sei mit euch“ verwandelt Furcht in Freude. Er zeigt seine Narben, das zeigt: der Auferstandene ist identisch mit dem Gekreuzigten. Christsein bedeutet, seine Wunden nicht zu verstecken, sondern sie als Zeichen der Verwundbarkeit anzunehmen.
Der Auftrag an die Jünger, Sünden zu vergeben, kann als Freiheit interpretiert werden, nicht mehr auf dem eigenen Recht beharren zu wollen, sondern offen für den anderen Menschen und dessen Lebenswelt zu sein.
Für die Christen und Minderheiten im Heiligen Land, im Nahen Osten und auf der ganzen Welt: beten wir für sie, für uns und einander, für den Frieden und das, was jeder und jede von uns an jedem Tag als Beitrag dafür vor Gott hinlegen möchte.
Allmächtiger Gott, du hast deinen Sohn erhöht und den Heiligen Geist gesandt, um uns zum ewigen Leben zu führen. Gib, dass wir durch den Empfang dieser großen Gabe im Glauben wachsen und dir aus ganzem Herzen dienen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige katholische Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen
Herr Jesus Christus,
Du rufst uns,
Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.
Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,
Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,
Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.
Wir sind gerufen,
aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,
durch unser Wort und unser christliches Leben,
den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.
Herr,
gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.
Gib uns offene Augen,
offene Ohren
und ein offenes Herz für die Not der Menschen,
besonders für die Christen im Hl. Land,
die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.
Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.
Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,
die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.
Lass uns miteinander auf dem Weg sein.
Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.
Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.
Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.
Amen.