Freitag, 22.01.2021

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Heb 8, 6-13; Ps 85, 8.10-14; Mk 3, 13-19

Hl. Vinzenz

Vinzenz war ein Märtyrer der frühen Kirche und lebte Ende des 3. Jahrhunderts in Spanien. Er wurde während des Christenverfolgung des Diokletian, nach einer glänzenden Rede zur Verteidigung seine Glaubens, zu Tode gemartert.

Hymnus

Christus, du bist der helle Tag,

dein Glanz durchbricht die dunkle Nacht.

Du Gott des Lichtes kündest uns

das Licht, das wahrhaft selig macht.

 

Gib, dass nichts Arges uns bedrängt,

der böse Feind uns nicht verführt,

und lass nicht zu, dass Geist und Leib

vor deinem Auge schuldig wird.

 

Sei deiner Diener eingedenk,

die du mit deinem Blut erkauft.

Stärk uns durch deines Leidens Kraft;

wir sind auf deinen Tod getauft.

 

Aus ganzem Herzen preisen wir

dich, Christus, Herr der Herrlichkeit,

der mit dem Vater und dem Geist

uns liebt in alle Ewigkeit. Amen.

Ps 59, 2-5.10-11.17-18

Mein Gott, beschütze mich vor menen Feinden.

 

Entreiß mich den Feinden, mein Gott,*

beschütze mich vor meinen Gegnern!

 

Entreiß mich denen, die Unrecht tun,*

rette mich vor den Mördern!

 

Sieh her: Sie lauern mir auf,*

Mächtige stellen mir nach.

 

Ich aber habe keinen Frevel begangen und keine Sünde;*

Herr, cih bin ohne Schuld.

 

Sie stürmen vor und stellen sich auf.*

Wach auf, komm mit entgegen, sieh her!

 

Meine Stärke, an dich will ich mich halten,*

denn du, Gott, bist meine Burg.

 

Mein huldreicher Gott kommt mit entgegen;*

Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.

 

Ich aber will deine Macht besingen,*

will über deine Huld jubeln am Morgen.

 

Denn du bist eine Burg für mich,*

bist meine Zuflucht am Tag der Not.

 

Meine Stärke, dir will ich singen und spielen,*

denn du, Gott, bist meine Burg, mein huldreicher Gott.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen.

Mein Gott, beschütze mich vor menen Feinden.

Kurzlesung Weish 1 13-14

Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. ZUm Dasein hat er alles geschaffen und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Responsorium

V Der Herr entriss mein Leben dem Tod.

R Ich gehen meinen Weg vor ihm im Land der Lebenden.

Impuls

"In jener Zeit stieg Jesus auf einen Berg und rief die zu sich, die er erwählt hatte, und sie kamen zu ihm." Im heutigen Evangelium treten zwei zentrale Wahrheiten unseres Glaubens hervor: Erwählung geschieht nicht beiläufig, sondern ruft den Betroffenen heraus aus seinem Alltag, aus seinem bisherigen Leben und stärkt ihn, den Berg hinauf zum HERRN zu steigen. Neben der individuellen Erwählung jedes Einzelnen von uns für die Lebensaufgabe im Volk Gottes, die nur er oder sie erfüllen kann, gibt es im Volk Gottes spezifische Erwählungen in der unmittelbaren Nachfolge Jesu Christi, um in Seiner Vollmacht zu predigen und Dämonen auszutreiben. Erwählung - Handauflegung - Last und Verantwortung - Vollmacht nur in steter Beziehung zum HERRN, als Gnade, nicht als Überhebung über andere. Beten wir heute besonders für die Nachfolger der Apostel im Volk Gottes. 

Gebetsgedenken

Für den Hl. Vater, für den Lateinischen Patriarchen, für unseren Kardinal-Großmeister, für alle Priester, Diakone und Ordensgeistlichen in unserem Orden.

Oration

Herr, unser Gott, im Ärgernis des Kreuzes hast Du Deine unerforschliche Weisheit kundgetan. Lass uns die verborgene Herrlichkeit des Leidens Christi erkennen, damit wir neimals an seinem Kreuz irre werden, sondern allezeit uns im Kreuz rühmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

Auferstehungsgebet

"Der Geist und die Braut aber sagen: Komm! Wer hört, der rufe: komm! Wer durstig ist, der komme! Wer will, empfange unentgeltlich das Wasser des Lebens!

Amen. Komm, Herr Jesus!" (Off 22, 17.20)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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