Freitag, 24.04.2026
Apg 5,34-42; Ps 117; Joh 6, 1-15
Hl. Fidelis von Sigmaringen
Fidelis (1578 - 1622) war der erste Märtyrer des Kapuzinerordens. Er wurde in Sigmaringen geboren, studierte in Freiburg, wurde Doktor der Philosophie und beider Rechte. Er wurde im Elsass der "Advokat der Armen" und Hilfsbedürftigen. Aufgrund vieler Enttäuschungen als Jurist, beendete er seinen Beruf und wurde Priester und Kapuziner. Als hervorragender Prediger und Seelsorger bereiste er in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges das Elsass, die Schweiz und Vorarlberg, um die Menschen zum katholischen Glauben zurückzuführen. Beim Versuch der Rekatholisierung Graubündens wurde er von calvinistischen Bauern erschlagen.
Schon neigt der Tag dem Abend zu,
die Schatten werden länger.
Vergänglich ist, was uns umgibt,
du aber bleibst bestehen.
Im Tageslicht, das steigt und sinkt,
wird uns die Zeit bemessen,
bis uns der Tod hinüberführt,
wo alle Grenzen fallen.
Lob sei dem Vater und dem Sohn,
Lob sei dem Heil’gen Geiste,
wie es von allem Anfang war,
jetzt und für alle Zeiten. Amen.
Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.
Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.
Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.
Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.
Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.
Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.
Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.
Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.
Mit den Waffen der Gerechtigkeit und durch Gottes Kraft halten wir stand in großer Geduld.
Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid! Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.
V Herr, bleibe bei uns. Halleluja.
R Denn es will Abend werden. Halleluja.
Mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank
In jener Zeit streiten sich die Juden und sagen: „Wie kann ER uns sein Fleisch zu essen geben?“ In dieser Evangeliumsstelle nach Johannes erreicht die eucharistische Rede Jesu nun seinen Höhepunkt. Er sagt zu ihnen: „Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.“
Die Jünger werden erst beim Letzten Abendmahl zu begreifen beginnen, worum es eigentlich geht.
Jesus verlangt wirklichen Glauben an seine Person und das Essen des Brotes, das ER selbst ist. ER ist in der Eucharistie gegenwärtig, ER ist alle Tage unseres Lebens bei uns und ER ist es auch, der uns seinem Vater, der ja auch unser Vater ist, entgegenführt.
Der Tod ist gleichsam ein Tor, durch das wir am Ende unseres irdischen Lebens hindurchschreiten werden, dann wird Christus uns dieses neue, ewige Leben schenken, das ER uns zugesagt hat. Dann werden wir für immer beim Herrn sein.
Herr Jesus Christus, schenke uns die Kraft Deiner Liebe und stärke in uns die Hoffnung auf das ewige Leben.
Allmächtiger Gott, wir glauben und bekennen, dass unser Herr Jesus Christus für uns gestorben und auferstanden ist. Erwecke auch uns durch die Kraft des Heiligen Geistes zum neuen Leben. Darum bitten wir durch ihn, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.
Herr, ich glaube und bekenne,
dass Du von den Toten auferstanden bist.
Dein Ende am Kreuz war ein neuer Beginn:
neue Hoffnung, neues Leben -
Freiheit und Freude.
Amen.
(aus dem "Gebet- und Gesangbuch der deutschsprachigen Statthaltereien im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem", S.85)
Herr Jesus Christus,
Du rufst uns,
Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.
Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,
Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,
Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.
Wir sind gerufen,
aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,
durch unser Wort und unser christliches Leben,
den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.
Herr,
gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.
Gib uns offene Augen,
offene Ohren
und ein offenes Herz für die Not der Menschen,
besonders für die Christen im Hl. Land,
die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.
Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.
Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,
die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.
Lass uns miteinander auf dem Weg sein.
Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.
Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.
Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.
Amen.