Freitag, 15.11.2019

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Weish 13, 1-9; Ps 19, 2-5b; Lk 17, 26-37

Hl. Albert der Große, Hl. Leopold

Albert, von seinen Zeitgenossen „der Große“ genannt, stammte aus einem schwäbischen Rittergeschlecht. Er wurde um 1193 (oder 1206) in Lauingen an der Donau geboren, studierte in Padua und wurde dort 1223 Dominikaner. Wenig später kam er nach Köln, dozierte dann in Hildesheim, Freiburg i. Br., Regensburg, Straßburg und Paris. 1260 übernahm er auf Befehl des Papstes die Leitung des Bistums Regensburg. 1262 nahm der Papst Urban IV seinen Rücktritt an.1274 nahm Albert als Theologe am 2. Konzil von Lyon teil, wo er auch die Nachricht vom Tod seines Schülers Thomas von Aquin erhielt. Dann kehrte er nach Köln zurück, wo er lehrte und schrieb, bis 2 Jahre vor seinem Tod seine Kräfte versagten. Er starb 1280. Albert, „Doktor universalis“ genannt, beherrschte das ganze philosophische und naturwissenschaftliche Wissen seiner Zeit. Er erschloss dem christlichen Abendland die Welt der aristotelischen Philosophie. Den Zeitgenossen muss er, der Mann, der alles wusste, geradezu unheimlich vorgekommen sein.

Erst 1931 wurde er heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben.

 

Leopold III. (1075-1136), Markgraf von Österreich, gilt vielfach als Begründer der Größe Österreichs und wird als Landespatron verehrt. Er wurde von Bischof Altmann von Passau erzogen und übernahm 1095 nach dem Tod seines Vaters die Markgrafschaft Österreich. Er regierte klug und sicherte seinem Land den Frieden. Er gründete die Zisterzienserabtei Heiligenkreuz bei Wien, das Stift Klosterneuburg und war wesentlich an der Errichtung der Benediktinerabtei Klein-Mariazell im Wienerwald beteiligt. 1485 wurde er von Papst Innozenz VIII. heiliggesprochen.

Hymnus

Der Menschen Bildner, Gott und Herr,

nach Deinem Plan erstand die Welt;

was auf der Erde lebt und west,

bringt sie auf dein Geheiß hervor.

 

Dein Wort gab aller Kreatur,

ob klein, ob groß, Gestalt und Art;

dass sie ihm diene, hast Du sie

der Hand des Menschen unterstellt.

 

Vertreibe durch Dein mächt`ges Wort,

was unser Herz befleckt und trübt,

was heimlich unsern Sinn verwirrt

und dreist sich drängt in unser Tun.

 

Mach uns von Streit und Zwietracht frei,

und schließ um uns des Friedens Band.

Lass und in Deiner Gnade stehn,

in Deiner Freude selig ruhn.

 

Dies schenk und, Vater voller Macht,

und Du, sein Sohn und Ebenbild,

die ihr in Einheit mit dem Geist

die Schöpfung zur Vollendung führt.

Off 15.3b-4

Deine Wege sind gerecht und wahr, Du König aller Zeiten.

Groß und wunderbar sind Deine Taten,*

Herr und Gott, Du Herrscher über die ganze Schöpfung.

 

Gerecht und zuverlässig sind Deine Wege,*

Du König der Völker.

 

Wer wird Dich nicht fürchten, Herr,*

wer wird Deinen Namen nicht preisen?

 

Denn Du allein bist heilig:/

Alle Völker kommen und beten Dich an;*

denn offenbar geworden sind Deine gerechten Taten.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *

und dem Heiligen Geist.

 

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *

und in Ewigkeit. Amen

Deine Wege sind gerecht und wahr, Du König aller Zeiten.

Kurzlesung Röm 8 1-2

Jetzt gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, des Lebens in Christus Jesus, hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.

Responsorium

V Der Sünden wegen ist Christus gestorben,* um uns zu Gott zu führen.

R Getötet wurde er dem Fleische nach, dem Geiste nach aber zum Leben erweckt,* um uns zu Gott zu führen.

Impuls

Impuls zum Evangelium Mt 13,47-52

Solange diese Welt dauert, leben Gute und Böse nebeneinander, auch innerhalb der Kirche: erst beim Endgericht erfolgt die Trennung. Im Gleichnis vom Fischernetz wird vor allem das Gericht über die Bösen betont, als Warnung an alle, die geneigt sind, sich zu den Gerechten zu zählen. Die Jünger werden gefragt, ob sie alles verstanden haben und sie antworten ohne Zögern mit Ja. Für die Kirche ist es entscheidend, dass die Jünger die Lehre richtig verstehen und richtig weitergeben, so werden sie auch in neuen Situationen aus ihrem Vorrat das Richtige herausholen können.

Gebetsgedenken

Gott, du bist die Quelle aller Weisheit. Gib uns die Gabe, das Wissen und den Glauben in Einklang zu bringen, damit der Fortschritt der Wissenschaft uns hilft, dich tiefer zu erkennen und dir näher zu kommen.

Oration

Allmächtiger Gott, so sehr hast Du die Welt geliebt, dass Du Deinen einzigen Sohn dahingabst für das Heil der Welt. Schenke Deiner Kirche die Bereitschaft, sich Dir als lebendiges Opfer zu weihen, damit sie ganz erfüllt werde von Deiner Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, Deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit Dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen

Der Herr segne uns. Er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

Wir beten mit dem Kardinalgroßmeister:

Bei seiner Ernennung durch Papst Pius XII. zum ersten Großmeister
des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem erinnerte
uns Kardinal Nicola Canali an die Rolle, die der Orden in
unserem Leben als Mitglieder spielen sollte:
„Keinerlei Eitelkeit oder Hochmut, die sich aus den Ehrenzeichen
und der Uniform ableiten – so ehrwürdig und verdienstvoll
sie auch sind – darf jene täuschen, die der Papst geehrt
hat. Der einzige Stolz, den wir bekunden dürfen, äußert sich
allein im Namen des auferstandenen Christus… vor dem leeren
Grab.“
Wir sollten stolz sein auf die Symbole unseres Ordens: Mantel,
Schwert, Sporen und Abzeichen mit dem siegreichen Kreuz. All
diese inhaltsreichen Symbole haben eine lange Geschichte.
Dennoch verlieren sie ihren Wert und ihre Bedeutung, wenn
die Faszination, die sie auf uns ausüben, sich darin erschöpft.
Das Gegenteil muss der Fall sein: Diese Symbole verpflichten
uns und verbinden uns mit den weihevollen geistlichen Wurzeln,
die unsere Liebe und unsere Verehrung für den auferstandenen
Christus und das Heilige Land vertiefen.
Edwin Kardinal O’Brien

 

Auferstehungsgebet

Herr, ich glaube und bekenne, dass Du von den Toten auferstanden bist. Dein Ende am Kreuz war ein neuer Beginn: neue Hoffnung, neues Leben - Freiheit und Freude. Du bist auferstanden aus dem Tod ins Leben, das Du uns geschenkt hast - ein Leben nicht zum Tod, sondern zu immer grösserem Leben. Denn auch wir werden auferstehen - so wie Du, Herr, auferstanden bist!

(Ordensgebetbuch S. 110)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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