Freitag, 03.02.2023

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Hebr 13, 1-8; Ps 27, 1-3.5.7-8; Mk 6, 14-29

Heiliger Ansgar, Heiliger Blasius

Ansgar (801-865) gilt als Wegbereiter des Christentums in Dänemark und Schweden und wird deshalb "Apostel des Nordens" genannt.

Blasius gilt als Schutzpatron gegen Halsleiden und wird zu den Vierzehn Nothelfern gezählt. Er lebte um die Wende des 3./4. Kahrhunderts. Als standhafter Bekenner des Glaubens erlitt er um 316 unter Kaiser Licinius nach schrecklichen Qualen den Märtyrertod. Eine Legende aus seinem Leben berichtet, er habe im Kerker einen Knaben, der sich an einer Fischgräte verschluckt hatte, durch sein Gebet vor dem Erstickungstod gerettet. Darauf geht der im 16. Jahrhundert entstandene Brauch des Blasiussegens zurück.

(nach dem "Magnificat" vom 03.02.2023)

Hymnus

Der höchsten Gottheit ewges Bild,

du Licht vom Licht, des Vaters Wort,

du unser Retter, dir sei Ruhm

und Macht und Ehre immerdar.

 

Von Ewigkeit bist du allein

der Zeiten Mitte und ihr Ziel,

dir gab der Vater die Gewalt,

die Herrschaft über alle Welt.

 

Doch nicht auf Zwang baut deine Macht

und nicht auf Furcht dein Königtum:

In Liebe ziehst du uns an dich-

am Kreuz gemartert und erhöht.

 

Komm, Herr, erweise deine Macht

und richte deine Herrschaft auf,

komm und vollende jetzt dein Reich

und führe uns zum Königsmahl.

 

Dir, Jesus, der durch Leid und Tod

der Herrschaft Krone sich errang,

sei mit dem Vater und dem Geist

Lob, Preis und Ruhm in Ewigkeit. Amen.

Ps 145, 1-13

Tag um Tag will ich dich preisen, Herr, und deine Wunder besingen.

Ich will dich rühmen, mein Gott und König,*

und deinen Namen preisen immer und ewig;

 

ich will dich preisen Tag für Tag*

und deinen Namen loben immer und ewig.

 

Groß ist der Herr und hoch zu loben,*

seine Größe ist unerforschlich.

 

Ein Geschlecht verkünde dem andern den Ruhm deiner Werke*

und erzähle von deinen gewaltigen Taten.

 

Sie sollen vom herrlichen Glanz deiner Hoheit reden;*

ich will deine Wunder besingen.

 

Sie sollen sprechen von der Gewalt deiner erschreckenden Taten;*

ich will von deinen großen Taten berichten.

 

Sie sollen die Erinnerung an deine große Güte wecken*

und über deine Gerechtigkeit jubeln.

 

Der Herr ist gnädig und barmherzig,*

langmütig und reich an Gnade.

 

Der Herr ist gütig zu allen,*

sein Erbarmen waltet über all seinen Werken.

 

Danken sollen dir, Herr, all deine Werke*

und deine Frommen dich preisen.

 

Sie sollen von der Herlichkeit deines Königtums reden,*

sollen sprechen von deiner Macht,

 

den Menschen deine machtvollen Taten verkünden*

und den herrlichen Glanz deines Königtums.

 

Dein Königtum ist ein Königtum für ewige Zeiten,*

deine Herrschaft währt von Geschlecht zu Geschlecht.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen.

Tag um Tag will ich dich preisen, Herr, und deine Wunder besingen.

Kurzlesung Röm 8 1-2

Jetzt gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind. Denn das Gesetz des Geistes, des Lebens in Christus Jesus, hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.

Responsorium

R Der Sünde wegen ist Christus gestorben,* um uns zu Christus zu führen.

V Getötet wurde er dem Fleische nach,* dem Geiste nach aber zum Leben erweckt.

Impuls

Denkt an die Gefangenen, als wäret ihr mitgefangen; denkt an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch in eurem irdischen Leib.“ (Hebr 13, 3)

Im abschießenden „Aufruf zu christlichem Leben“ legt uns der Hebräerbrief u.a. die Gefangenen und Misshandelten ans Herz, an die wir denken sollen, als ob wir so wie sie im Gefängnis wären und als ob wir selbst misshandelt würden. Die meisten von uns können sich das wohl immer noch nicht vorstellen, obwohl uns Gefangenschaft und Misshandlung buchstäblich nahe gerückt sind -in einem ein paar hundert Kilometer entfernten Krieg, den noch vor einem Jahr niemand für möglich gehalten hätte. Unser „irdischer Leib“ kann aber durchaus auch bei uns zu Hause Miss- handlungen ausgesetzt sein, wobei es nicht in erster Linie um körperliche Gewalt geht, sondern vielmehr um unsere Psyche: die Palette reicht hier von „Hass im Netz“ bis zu ungerechtfertigten Anklagen gewisser Behörden. Deshalb ist im Aufruf des Hebräerbriefs nicht bloß für das christliche Leben Selbstverständliches zu finden, sondern eine Erkenntnis, die uns aufrütteln soll: es kann uns auch selber treffen!

Gebetsgedenken

Herr, wir bitten Dich für alle, die in unseren Tagen wo immer auf der Welt physischen oder psychischen Misshandlungen ausgesetzt sind. Besonders denken wir dabei an die Christen im Heiligen Land.

Oration

Allmächtiger Gott, so sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen einzigen Sohn dahingabst für das Heil der Welt. Schenke deiner Kirche die Bereitschaft, sich dir als lebendiges Opfer zu weihen, damit sie ganz efüllt werde von deiner Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

Der Herr segne uns. Er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

 

 

Auferstehungsgebet

Herr Jesus Christus, du wirst wiederkommen in Herrlichkeit.

Du wirst Gericht halten über Lebende und Tote.

Du wirst die Völker vor dir sammeln.

Du wirst die Schöpfung vollenden.

Du selbst wirst alles in allem sein.

Komm, Herr Jesus!

Du wirst einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.

Du wirst Trauer und Tod endgültig überwinden.

Du wirst die Menschen und Völker aller Zeiten versöhnen.

Du wirst als Lamm strahlen im himmlischen Jerusalem.

Komm, Herr Jesus!

(aus der Andacht "Wiederkunft", GL 680, 9)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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