Freitag, 02.12.2022

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Jes 29, 17-24; Ps 27, 1.4.13-14; Mt 9, 27-31

Hl. Luzius, Bischof von Chur, Märtyrer (5./6.Jh.)

Hymnus

Gott, heilger Schöpfer aller Stern,

erleucht uns, die wir sind so fern,

dass wir erkennen Jesus Christ,

der für uns Mensch geworden ist.

 

Denn es ging dir zu Herzen sehr,

da wir gefangen waren schwer

und sollten gar des Todes sein;

drum nahmst du auf dich Schuld und Pein.

 

Da sich die Welt zum Abend wandt,

der Bräutgam Christus ward gesandt.

Aus seiner Mutter Kämmerlein

ging er hervor als klarer Schein.

 

Gezeigt hat er sein groß Gewalt,

dass es in aller Welt erschallt,

sich beugen müssen alle Knie

im Himmel und auf Erden hie.

 

Wir bitten dich, o heilger Christ,

der du zukünftig Richter bist,

lehr uns zuvor dein Willen tun

und an dem Glauben nehme zu.

 

Lob, Preis sei, Vater, deiner Kraft

und deinem Sohn, der all Ding schafft,

dem heilgen Tröster auch zugleich

so hier wie dort im Himmelreich.

Amen

Offb 15, 3-4

Alle Völker werden kommen und niederfallen vor dir, unserm Gott und Herrn.

 

 

Groß und wunderbar sind deine Taten,*

Herr und Gott, du Herrscher über die ganze Schöpfung!

 

Gerecht und zuverlässig sind deine Wege,*

du König der Völker.

 

Wer wird dich nicht fürchten, Herr,*

wer wird deinen Namen nicht preisen?

 

Denn du allein bist heilig:+

Alle Völker kommen und beten dich an;*

denn offenbar geworden sind deine gerechten Taten.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen.

 

Alle Völker werden kommen und niederfallen vor dir, unserm Gott und Herrn.

 

 

 

Kurzlesung 2 Petr 3 8b-9

Beim Herrn ist ein Tag wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr zögert nicht mit der Erfüllung der Verheißung, wie einige meinen, die von Verzögerung reden; er ist nur geduldig mit euch, weil er nicht will, dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren.

Responsorium

R Der du auf den Kerubim thronst, erscheine.* Erwecke deine Macht und komm.

V Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.* Erwecke deine Macht und komm. 

Impuls

Im Advent treten wir ein in die gläubige Hoffnung des Volkes Israel, welches aus dem Haus David den Messias erwartet. In der ungeschuldeten Gnade, dem gekommenen Erlöser bereits begegnet zu sein, rufen wir besonders in dieser Zeit mit den zwei Blinden aus dem heutigen Evangelium zusammen: „Hab Erbarmen mit uns, Sohn Davids!“ Diese besondere Zeit soll eine Zeit geistlicher Erneuerung sein, eine kleine Fastenzeit, welche unseren Blick auf die Ankunft Christi, unseres Königs, am Ende der Zeit richtet und uns auf das Weihnachtsfest vorbereiten soll. Dabei ist sie eine kleine Bußzeit, in der die klassischen Formen der Buße und der Erneuerung nicht fehlen dürfen: Fasten, Gebet und Werke der Liebe bzw. Almosengeben. Der Bußgedanke reichert sich jedoch hier mit der Dimension der Hoffnung und der Freude an: „In der alljährlichen Feier der Adventsliturgie lässt die Kirche diese Messiaserwartung wieder aufleben; die Gläubigen nehmen dadurch an der langen Vorbereitung auf das erste Kommen des Erlösers teil und erneuern in sich die Sehnsucht nach seiner zweiten Ankunft. Durch die Feier der Geburt und des Martyriums des Vorläufers vereint sich die Kirche mit dessen Verlangen: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ (Joh 3, 30).“ (KKK 524)

Gebetsgedenken

Für das jüdische Volk: Dass es in Jesus Christus zur Fülle der Erlösung und zum neuen und ewigen Bund gelangen möge.

 

Oration

Biete auf deine Macht, Herr, unser Gott, und komm. Entreiße uns den Gefahren, in die unsere Sünden uns bringen. Mache uns frei und rette uns. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

 

 

Auferstehungsgebet

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir,

und Deine Auferstehung preisen wir,

bis Du kommst in Herrlichkeit.

Amen.

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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