Freitag, 23.02.2024

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Ez 18, 21-28; Ps 130, 1-2.3-4.5-6.7-8; Mt 5, 20-26

Hymnus

Der König siegt, sein Banner glänzt,

geheimnisvoll erstrahlt das Kreuz,

an dessen Balken ausgereckt

im Fleisch des Fleisches Schöpfer hängt.

 

Erfüllt ist nun, was David einst

im Liede gläubig kundgetan,

da er im Geiste prophezeit:

Vom Holz herab herrscht unser Gott.

 

O edler Baum in hehrem Glanz,

von königlichem Purpur rot,

du werter, du erwählter Stamm,

du trägst den Lösepreis der Welt.

 

O heilges Kreuz, sei uns gegrüßt,

du einzge Hoffnung dieser Welt!

Den Treuen schenke neue Kraft.

den Sündern tilge alle Schuld.

 

(GL 299, 1,3-5)

Ps 41, 2-14

Heile mich, Herr, denn ich habe gegen dich gesündigt.

 

 

Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt;*

zur Zeit des Unheils wird der Herr ihn retten.

 

Ihn wird der Herr behüten*

und am Leben erhalten.

 

Man preist ihn glücklich im Land.*

Gib ihn nicht seinen gierigen Feinden preis!

 

Auf dem Krankenbett wird der Herr ihn stärken;*

seine Krankheit verwandelst Du in Kraft.

 

Ich sagte: "Herr, sei mir gnädig,*

heile mich, denn ich habe gegen dich gesündigt."

 

Meine Feinde reden böse über mich;*

"Wann stirbt er endlich und wann vergeht sein Name?"

 

Besucht mich jemand,*

so kommen seine Worte aus falschem Herzen.

 

Er häuft in sich Bosheit an,*

dann geht er hinaus und redet.

 

Im Hass gegen mich sind sich alle einig;*

sie tuscheln über mich und sinnen auf Unheil:

 

"Verderben hat sich über ihn ergossen;*

wer einmal daliegt, steht nicht mehr auf.*

 

Auch mein Freund, dem ich vertraute,*

der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt.

 

Du aber. Herr, sei mit gnädig;*

richte mich auf, damit ich ihnen vergelten kann.

 

Daran erkenne ich, dass du an mir Gefallen hast:*

wenn mein Feind nicht über mich triumphieren darf.

 

Weil ich aufrichtig bin, hältst du mich fest*

und stellst mich vor dein Antlitz für immer.

 

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels,*

von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen, ja amen.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen.

 

Heile mich, Herr, denn ich habe gegen dich gesündigt.

 

 

 

Kurzlesung Jak 5 16.19-20

Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet! Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten. Meine Brüder, wenn einer bei euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zur Umkehr bewegt, dann sollt ihr wissen: Wer einen Sünder, der auf Irrwegen ist, zur Umkehr bewegt, der rettet ihn vor dem Tod und deckt viele Sünden zu.

Responsorium

R Sei mir gnädig und heile mich,*

ich habe vor dir gesündigt.

V Verschließe mir nicht dein Erbarmen;*

Herr, eile mir zu Hilfe.

Impuls

"Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner.." (Mt 5, 25)

Das heutige Evangelium gehört zur Bergpredigt des HERRN und ist mit dem Untertitel: "Die Rede von der wahren Gerechtigkeit" überschrieben. Jesus öffnet uns die Augen, dass alles fromme Sprechen und Tun wertlos ist ohne die letzte Konsequenz, zugunsten des Friedens auf unser eigenes Ansehen, unsere eigene "Gerechtigkeit", unser eigenes Recht-haben-Wollen zu verzichten, selbst wenn wir uns objektiv im Recht wähnen. Es ist die harte Schule, dem Anderen buchstäblich die Waffe aus der Hand zu nehmen, die Waffe des Wortes, die Waffe der Emotionen, die Waffe der seelischen und körperlichen Verletzung. Die Selbstentmachtung in Wort und Tat ist der letzte und schwerste Schritt hin zum Frieden und hin zu einem Leben mit Jesus. Die Kriege der Gegenwart sind ein Menetekel für jene Zukunft, die uns ohne Frieden erwartet.

Den Anfang müssen wir bei uns suchen: "Gott, der uns unversöhnt wußte, der sah, daß wir etwas gegen ihn haben, ist aufgestanden und uns entgegengegangen, obwohl er allein im Recht war. Er ist uns entgegengegangen bis zum Kreuz hin, um uns zu versöhnen. Das ist »gratuitas«: die Bereitschaft, zuerst aufzubrechen. Zuerst dem anderen entgegenzugehen, ihm die Versöhnung anzubieten, den Schmerz auf sich zu nehmen, der im Verzicht auf das eigene Rechthaben liegt. Nicht nachzulassen im Willen des Versöhnens: Das hat Gott uns vorgemacht, und dies ist die Weise, gottähnlich zu werden, die wir in der Welt immer von neuem brauchen. Wir müssen heute die Fähigkeit neu erlernen, Schuld anzuerkennen, den Unschuldswahn abzuschütteln. Wir müssen die Fähigkeit erlernen, Buße zu tun, uns ändern zu lassen; dem anderen entgegenzugehen und von Gott her uns den Mut und die Kraft zu solcher Erneuerung schenken zu lassen. In dieser unserer Welt von heute müssen wir das Sakrament der Buße und der Versöhnung neu entdecken. Daß es aus den Lebensvollzügen der Christen weitgehend verschwunden ist, ist ein Symptom für einen Verlust an Wahrhaftigkeit uns selbst und Gott gegenüber; ein Verlust, der unsere Menschlichkeit gefährdet und der unsere Friedensfähigkeit vermindert...In der Tat, die Einheit von Schuld, Buße und Vergebung ist eine der Grundbedingungen der Menschlichkeit, die im Sakrament ihre volle Gestalt erhalten, aber von den Wurzeln her zum Menschsein als solchem gehören." (Papst Benedikt XVI., 21. Dezember 2009)

 

Gebetsgedenken

Beten wir heute  für unseren Ehrengroßprior S.E. Erzbischof Alois Kothgasser, der gestern Abend ins Himmlische Jerusalem aufgebrochen ist. Der HERR nehme ihn in Seine Freude auf!

 

Beten wir auch inständig für den Frieden in der Welt, vor allem in der Ukraine und im Heiligen Land. Bitten wir vor allem die MutterGottes, die Königin des Friedens um ihren Beistand.

 

Oration

Allmächtiger Gott, gib, dass deine Gläubigen sich in rechter Weise auf Ostern vorbereiten, und was wir dem Leib an Entsagung auferlegen, das trage reiche Frucht und erneuere unseren Geist. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

 

 

Auferstehungsgebet

Jesus lebt, 

mit ihm auch ich!

Tod, wo sind nun deine Schrecken?

Er, er lebt

und wird auch mich

von den Toten auferwecken.

Er verklärt mich in sein Licht;

dies ist meine Zuversicht.

(GL 336/1)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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