Freitag, 02.10.2026
Ijob 38, 1.12-21;40, 3-5; Ps 139, 1-3.7-10.13-14; Mt 18, 1-5.10
Heilige Schutzengel; Herz-Jesu-Freitag
In Hinblick auf die Schutzengel hält sich die Kirche an das, was die Bibel über das Wirken der Engel in der Geschichte des Volk Gottes sagt. Die Lehre von den Schutzengel ist nie in einer offiziellen Entscheidung dargelegt worden. Ursprünglich wurde das Fest der Schutzengel am Michaelsfest mitgefeiert. Papst Pius X. legte den 2. Oktober als eigenen Gedenktag fest.
Du starker Gott, der diese Welt
im Innersten zusammenhält,
du Angelpunkt, der unbewegt
den Wandel aller Zeiten trägt.
Geht unser Erdentag zu End’,
schenk Leben, das kein Ende kennt:
führ uns, dank Jesu Todesleid,
ins Licht der ew’gen Herrlichkeit.
Vollenden wir den Lebenslauf,
nimm uns in deine Liebe auf,
dass unser Herz dich ewig preist,
Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist. Amen.
Tröste mich mit deiner Huld, wie du es deinem Knecht verheißen hast.
Deine Hände haben mich gemacht und geformt. *
Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.
Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen, *
denn ich warte auf dein Wort.
Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind; *
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Tröste mich in deiner Huld, *
wie du es deinem Knecht verheißen hast.
Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe; *
denn deine Weisung macht mich froh.
Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken! *
Ich aber sinne nach über deine Befehle.
Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren *
und die deine Vorschriften kennen.
Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen; *
dann werde ich nicht zuschanden.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn
und dem Heiligen Geist
wie im Anfang so auch jetzt und allezeit
in Ewigkeit,Amen
Tröste mich mit deiner Huld, wie du es deinem Knecht verheißen hast.
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich? Er gab ihm zur Antwort: Herr du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
V Aus der Hand des Engels stieg Weihrauch empor vor dem Throne Gottes.
R Das sind die Gebete der Heiligen.
Um den tieferen Sinn dieser durchaus bekannten Verse zu begreifen, empfiehlt sich ein Blickauf den griechischen Urtext. In den drei Fragen Jesu, wie es um die Liebe des Petrus zu ihm bestellt ist, wird vom Verfasser des Johannesevangeliums in den ersten beiden Fragen „liebst du mich ? “das Verb ….agapas me ?... verwendet; Petrus hingegen antwortet unter Verwendung des Verbums …..philo se……Jesus hat in seinen Fragen offensichtlich eine Liebe mit besonderer Qualität vor Augen, denn „agapao“ meint eine totale, bedingungs – und rückhaltlose Liebe, eine die bereit ist, auch Nachteile in Kauf zu nehmen. „philo se“ meint hingegen eine freundschaftliche, zärtliche, aber nicht allumfassende Liebe. Hier tut sich ein gewisser Kontrast auf zu der vollmundig wirkenden Versicherung des Petrus beim Abendmahl: er werde Jesus nie verraten, und wenn es ihn das Leben koste,.. Aber dazwischen lag eben die dreimalige Verleugnung Jesu durch Petrus. Vielleicht fällt deshalb die Antwort etwas demütig aus. Petrus weiß, dass er eine Liebe, die Jesus hier anspricht, nicht werde leisten können. In der dritten Frage lässt sich Jesus auf die Formulierung des Petrus ein und übernimmt sie. Schließlich vertraut ihm Jesus höchst verantwortungsvolle Aufgaben an: Weide meine Lämmer, weide meine Schafe…..
Was wäre, wenn Jesus jedem einzelnen von uns diese Frage stellen würde? N... liebst du mich? Auch wenn unsere Antwort dann wohl auch modo Petri etwas verhalten ausfallen würde: die Szene ermutigt uns, auf Jesu Gegenwart zu vertrauen und unsere Berufung auch mit Blick auf unsere Fehler anzunehmen.
Herr, Du verlangst nicht mehr an Liebe von uns, als wir geben können: Aber hilf uns dabei, sie lebenslang reifen zu lassen.
Gott, in deiner Vorsehung sorgst du für alles, was du geschaffen hast. Sende uns deine heiligen Engel zu Hilfe, dass sie uns behüten auf allen unseren Wegen, und gib uns in der Gemeinschaft mit ihnen deine ewige Freude. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Der Herr segne uns,
er bewahre uns vor Unheil
und führe uns zum ewigen Leben.
Amen.
Herr, ich glaube und bekenne,
dass Du von den Toten auferstanden bist.
Dein Ende am Kreuz war ein neuer Beginn:
neue Hoffnung, neues Leben -
Freiheit und Freude.
Amen.
(aus dem "Gebet- und Gesangbuch der deutschsprachigen Statthaltereien im Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem", S.85)
Herr Jesus Christus,
Du rufst uns,
Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.
Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,
Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,
Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.
Wir sind gerufen,
aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,
durch unser Wort und unser christliches Leben,
den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.
Herr,
gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.
Gib uns offene Augen,
offene Ohren
und ein offenes Herz für die Not der Menschen,
besonders für die Christen im Hl. Land,
die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.
Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.
Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,
die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.
Lass uns miteinander auf dem Weg sein.
Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.
Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.
Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.
Amen.