Freitag, 22.05.2020

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Apg 18, 9-18; Ps 47, 2-7; Joh 16, 20-23a

Hl. Rita von Cascia

Rita (1360/1380-1447) wird wegen ihrer Herzensgüte und selbstlosen Nächstenliebe als Helferin in aussichtslosen Nöten angerufen. Sie wuchs in Umbrien auf und wurde jung mit einem Mann vermählt, der nach 18 Ehejahren ermordet wurde. Als bald darauf auch ihre beiden Söhne starben, trat sie in das Augustinerinnenkloster in Cascia ein. Ihre besondere Sorge galt den Armen, Kranken und ihren Familien. Sie führte ein Leben strenger Enthaltsamkeit und Buße in tiefer Liebe zum leidenden Erlöser, mit dem sie sich mystisch verbunden fühlte. 1432 empfing sie das Stigma der Dornenwunde auf ihrer Stirn, das sie 15 Jahre bis zu ihrem Tode als schmerzende, offene Wunde trug. Kurz vor ihrem Tod erblühte der Legende nach mitten im Winter auf ihren Wunsch eine Rose. Die Rose wurde zum Symbol für Leiden und Freude im Leben der Hl. Rita. Wer bereits die Freude hatte, am Sarkophag der Hl. Rita in der Kirche am höchsten Punkt des auf einem Berg liegenden mittelalterlichen Ortes Cascia zu stehen, kann die Liebe und mütterliche Hingabe der Hl. Rita erahnen.

Hymnus

Schon neigt der Tag dem Abend zu,

die Schatten werden länger.

Vergänglich ist, was uns umgibt,

du aber bleibst bestehen.

 

Im Tageslicht, das steigt und sinkt,

wird uns die Zeit bemessen,

bis uns der Tod hinüberführt,

wo alle Grenzen fallen.

 

Lob sei dem Vater und dem Sohn,

Lob sei dem Heil` gen Geiste,

wie es von allem Anfang war,

jetzt und für alle Zeiten.

 

 

 

 

Ps 119, 73-80

Halleluja, halleluja, halleluja.

Deine Hände haben mich gemacht und geformt.*

Gib mir Einsicht, damit ich deine Gebote lerne.

 

Wer dich fürchtet, wird mich sehen und sich freuen,*

denn ich warte auf dein Wort.

 

Herr, ich weiß, dass deine Entscheide gerecht sind;*

du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.

 

Tröste mich in deiner Huld,*

wie du es deinem Knecht verheißen hast.

 

Dein Erbarmen komme über mich, damit ich lebe;*

denn deine Weisung macht mich froh.

 

Schande über die Stolzen, die mich zu Unrecht bedrücken!*

Ich aber sinne nach über deine Befehle.

 

Mir sollen sich alle zuwenden, die dich fürchten und ehren*

und die deine Vorschriften kennen.

 

Mein Herz richte sich ganz nach deinen Gesetzen;*

dann werde ich nicht zuschanden..

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit,*

und in Ewigkeit. Amen.

Halleluja, halleluja, halleluja.

Kurzlesung 1 Kor 5 7-8

Schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr neuer Teig seid! Ihr seid ja schon ungesäuertes Brot; denn als unser Paschalamm ist Christus geopfert worden. Lasst uns also das Fest nicht mit dem alten Sauerteig feiern, nicht mit dem Sauerteig der Bosheit und der Schlechtigkeit, sondern mit den ungesäuerten Broten der Aufrichtigkeit und Wahrheit.

Responsorium

V Herr, bleibe bei uns, Halleluja!

R Denn es will Abend werden. Halleluja!

Impuls

Verzagtheit, Zurückhaltung und Anpassung  - drei in der Kirche Jesu Christi derzeit durchaus ` grassierende`  Haltungen. Das Rufen des Zeitgeistes scheint übermächtig zu sein - im Vordergrund steht, in dieser Welt verstanden zu werden. Auch Heilige werden von derartigen Versuchungen nicht verschont. Der Heilige Paulus erlebt in Korinth das Gefühl der Machtlosigkeit, der Unfähigkeit, dem Evangelium Gehör zu verschaffen. Sein Unterfangen scheint aussichtslos zu sein. Doch der HERR verschafft sich Gehör: "Fürchte dich nicht! Rede nur, schweige nicht! DENN ICH BIN MIT DIR, niemand wird dir etwas antun. Viel Volk nämlich gehört mir in dieser Stadt." Es ist offenbar ganz anders, als wir schwachen Menschen oft denken. VIEL VOLK ist auf dem Weg zum HERRN und ER bedarf unserer rückhaltlosen Verkündigung Seines Evangeliums. Dann wird ER auch mit uns sein.

Gebetsgedenken

Für unsere Schwestern und Brüder in Palästina und für die Menschen im Österreichischen Hospiz in Jerusalem.

Oration

Allmächtiger Gott, in der Auferstehung und Himmelfahrt deines Sohnes öffnest du uns das Tor zum ewigen Leben. Lenke unser Herz, dass wir auf ihn schauen, den Urheber unseres Heiles, der zu deiner Rechten thront, und schenke allen Getauften das unsterbliche Leben, wenn er in Herrlichkeit wiederkommt, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

 

 

Auferstehungsgebet

Deinen Tod, o Herr, verkünden wir

und Deine Auferstehung preisen wir,

bis du kommst in Herrlichkeit. Amen.

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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