Freitag, 25.11.2022

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Off 20, 1-4.11-21, 2; Ps 84, 3-4.5-6a u. 8a; Lk 21, 29-33

Hl. Katharina von Alexandrien, Jungfrau, Märtyrerin (4. Jh.)

Katharina, die um 300 nach Christus unter Kaiser Maxentius im Alexandria das Martyrium erlitten hat, gehört mit der Hl. Barbara und der Hl. Margareta zu den "drei heiligen Madln" und zu den vierzehn Nothelfern. Die wortgewandte junge Frau aus reichem Haus weigerte sich, den Götzen zu opfern und trat in einem Disput gegen 50 heidnische Philosophen so überzeugend auf, dass sich diese alle bekehrten. Der Kaiser liess Katharina foltern und enthaupten. Die Legende erzählt, dass Engel sie zum Sinai getragen hätten. Dort wurde später das berühmte Katharinenkloster erbaut.

Hymnus

Mach weit die Pforten in der Welt!

Ein König ist` s, der Einzug hält,

umglänzt von Gnad und Wahrheit.

 

Wer von der Sünde sich gewandt,

wer auf vom Todesschlafe stand,

der siehet seine Klarheit.

 

Seht ihn weithin herrlich schreiten, Licht verbreiten;

Nacht zertreut er, Leben, Fried und Wonne beut er.

(GL 360, 1. Strophe)

Ps 59, 2-5.10-11.17-18

Mein Gott, beschütze mich vor meinen Feinden.

Entreiß mich den Feinden, mein Gott,*

beschütze mich vor meinen Gegnern!

 

Entreiß mich denen, die Unrecht tun,*

rette mich vor den Mördern!

 

Sieh her: Sie lauern mir auf,*

Mächtige stellen mir nach.

 

Ich aber habe keinen Frevel begangen und keine Sünde;*

Herr, ich bin ohne Schuld.

 

Sie stürmen vor und stellen sich auf.*

Wach auf, komm mir entgegen, sieh her!

 

Meine Stärke, an dich will ich mich halten,*

denn du Gott, bist meine Burg.

 

Mein huldreicher Gott kommt mit entgegen;*

Gott lässt mich herabsehen auf meine Gegner.

 

Ich aber will deine Macht besingen,*

will über deine Huld jubeln am Morgen.

 

Denn du bist eine Burg für mich,*

bist meine Zukunft am Tag der Not.

 

Meine Stärke, dir will ich singen und spielen,*

denn du, Gott, bist meine Burg, mein huldreicher Gott.

  

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen. 

Mein Gott, beschütze mich vor meinen Feinden.

 

 

 

Kurzlesung Weish 1 13-14

Gott hat den Tod nicht gemacht und hat keine Freude am Untergang der Lebenden. Zum Dasein hat er alles geschaffen und heilbringend sind die Geschöpfe der Welt. Kein Gift des Verderbens ist in ihnen, das Reich des Todes hat keine Macht auf der Erde; denn die Gerechtigkeit ist unsterblich.

Responsorium

V Der Herr entriss mein Leben dem Tod.

R Ich gehe meinen Weg vor ihm im Land der Lebenden.

Impuls

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 21, 29-33

In jener Zeit gebrauchte Jesus einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an:
Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist.
Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist.
Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft.
Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

 

Impuls:

Jesus verkündet das Reich Gottes, in dem Friede und Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Vergebung, Liebe und Hoffnung die bestimmenden Größen sind. Auch wenn wir noch längst nicht die volle Verwirklichung dieses Reiches erleben, so ist doch im Hier und Jetzt schon vieles zu spüren. Überall dort, wo Menschen auf diese Verheißung vertrauen und mit der Umsetzung beginnen, wird dieses Reich mehr Wirklichkeit. (Lk 21,29–33)

Gebetsgedenken

Vater unser (Übertragung Heinz Schürmann)

Du

Unser lieber Vater - Erhabener!

Groß sollst du sein!

Gott, alles in allem.

Komm bald, mach alles neu –

Herrsche überall und immer!

Gib zu leben denen, die dir dienen –

Vergib, denn wir haben schwer gesündigt –

Doch sieh! Mit unseren Brüdern haben wir uns ausgesöhnt.

Halte uns vom Bösen fern –

Und lass uns nicht zu Fall kommen.

Oration

Herr Jesus Christus, um die neunte Stunde hast du dem reumütigen Schächer vom Marterpfahl des Kreuzes aus dein Reich versprochen. Wir bekennen dir, dass wir Sünder sind und bitten dich voll Vertrauen: Lass auch uns nach dem Tod bei dir im Paradiese sein. Der du lebst und herrschest in alle Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

Auferstehungsgebet

Du hast mein Klagen in Tanzen verwandelt,

hast mich geheilt und mit Freude umgürtet.

Dir singt mein Herz und will nicht verstummen.

Dir will ich singen in Ewigkeit.

(GL 323)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

Gemeinsame GebetszeitGebet der vorigen WocheImpressumWebsite