Freitag, 13.09.2019

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

1 Tim 1, 1-2.12-14; Ps 16.1-2.5.7-8.9.11; Lk 6.39-42

Weihe der Grabeskirche

Am 13. September 335 wurde die Grabekirche geweiht und am nächsten Tag die Kreuzreliquien dem Volk zur Verehrung ausgesetzt.

Hymnus

Sel´ge Stätte voll des Friedens,

neue Stadt Jerusalem,

die erbaut ist in den Himmeln

aus lebendigem Gestein

und im Lichtgeleit der Engel

strahlt wie eine junge Braut.

 

Perlen schimmern auf den Toren,

deren Flügel offenstehn

freundlich Einlaß zu gewähren

in des Lammes Heiligtum

jedem, der für Christi Namen

in der Welt Bedrängnis litt.

 

Fremd ist dieser Stadt das Dunkel;

ihre Sonne ist das Lamm.

Unaufhörlich tönt ihr Jubel

niemals endet ihr Gesang,

ewig preisen ihre Lieder

den, der strahlend in ihr wohnt.

 

Dank und Preis sei ohne Ende

allezeit dem höchsten Gott,

wie dem Vater, so dem Sohne

und dem Geist der beide eint.

Seiner Macht gebührt die Ehre,

Lob und Rum in Ewigkeit.

Amen

Ps 121

Er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem,/ die vom Himmel herabsteigt.

Ich freute mich, als man mir sagte: *

„Zum Haus des Herrn wollen wir pilgern.“

 

Schon stehen wir in deinen Toren, Jerusalem;/ Jerusalem, du starke Stadt, *

dicht gebaut und fest gefügt.

Dorthin ziehen die Stämme hinauf,

die Stämme des Herren, /

wie es Israel geboten ist, *

den Namen des Herren zu preisen.

 

Denn dort stehen Throne bereit für das Gericht, *

die Throne des Hauses David.

 

Erbittet für Jerusalem Frieden! *

Wer dich liebt, sei in dir geborgen!

 

Friede wohne in deinen Mauern *

uin deinen Häusern Geborgenheit!

 

Wegen meiner Brüder und Freunde *

will ich sagen: in dir sei Friede!

 

Wegen des Hauses des Herrn, unseres Gottes, *

will ich dir Glück erflehen.

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit,*

und in Ewigkeit. Amen.

Er zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem,/ die vom Himmel herabsteigt.

Kurzlesung 2 Kor 6 16

Wir sind der Tempel des lebendigen Gottes; denn Gott hat gesprochen: Ich will unter ihnen wohnen und mit ihnen gehen. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.

Responsorium

R: Erbittet für Jerusalem Frieden *

wer dich liebt, sei in dir geborgen.-R

V Friede wohne in deinen Mauern, in deinen Häusern Geborgenheit * Wer dich liebt, sei in dir geborgen.

Ehe sei dem Vater. - R

Impuls

Dies ist hier also ein Haus für unser Beten; Haus Gottes dagegen sind wir selbst. Wenn wir selbst aus Gottes sind, werden wir in dieser Welt aufgebaut, um am Ende der Zeiten geweiht zu werden. Das Bauwerk, vor allem das Bauen, bringt Mühsal, die Weihe Jubel.

Was hier geschah, als diese Mauern erstanden, ereignet sich nun, da die Christusgläubigen sich versammeln. Im Glauben werden sozusagen in den Wäldern die Hölzer gefällt und in den Bergen die Steine gebrochen. Werden aber die Glaubenden unterrichtet, getauft und herangebildet, ist es, als würden sie von den Händen der Zimmerleute und Steinmetze behauen, gerichtet und geglättet.

Aber sie werden nicht zum Haus des Herren, wenn sie nicht durch die Liebe verbunden werden. Wenn diese Hölzer und Steine nicht nach einem bestimmten Bauplan miteinander zusammenhingen, wenn sie nicht friedlich ineinander gefügt wären, wenn sie einander nicht gewissermaßen lieb hätten, niemand würde hier eintreten. (Aurelius Augustinus aus Sermo 336)

Gebetsgedenken

Herr, gib, dass wir im Orden Haus Gottes sind, in Liebe verbunden.  Amen

Oration

Erhabener Gott, du erbaust dir aus lebendigen Steinen ein ewiges Haus. Mache die Kirche reich an Früchten des Geistes, den du ihr geschenkt hast und lass alle Gläubigen in der Gnade wachsen, bis das Volk, das dir gehört, im himmlischen Jerusalem vollendet wird. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

 

Wir beten mit dem Kardinalgroßmeister:

Das Kreuzzeichen ist ein Glaubensbekenntnis, es ist ein sichtbares,
öffentliches Ja zu Dem, der in seinem Fleisch die Liebe Gottes
bis zum Äußersten bekundet hat, der für uns gelitten hat und
auferstanden ist, der das Zeichen der Schande in ein Zeichen des
Sieges, in ein Zeichen der stets gegenwärtigen Liebe Gottes verwandelt
hat.
Das Kreuzzeichen ist ein Hoffnungsbekenntnis: Ich glaube an
den, der in seiner Schwäche der Allmächtige ist, der mich in seiner
scheinbaren Abwesenheit und Ohnmacht erlösen kann und
wird.
Wenn wir uns bekreuzigen, stellen wir uns unter den Schutz des
Kreuzes, tragen wir es wie ein Schild, das uns in unseren täglichen
Drangsalen Schutz bietet und uns seine Kraft vermittelt.
Das Kreuzzeichen gibt auch den Weg vor, dem wir zu folgen haben:
„Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme
sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Mk 8,34).
Das Kreuz zeigt uns den Weg des Lebens: die Nachfolge Christi.
Joseph Kardinal Ratzinger/ Papst Benedikt XVI., 2000

Auferstehungsgebet

Herr Jesus Christus, auf wunderbare Weise bist Du, am Kreuz erhöht, zur Brücke zwischen uns sündigen Menschen und unserer Erlösung geworden. In Dankbarkeit und Freude wollen wir heute Deiner Hingabe am Kreuz und Deiner Auferstehung gedenken und Deine Liebe, die Dich am Kreuz erhöht hat, zu unseren Mitmenschen tragen. Amen.

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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