Freitag, 16.10.2020

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Hl. Gallus

HL. GALLUS

Mönch, Einsiedler, Glaubensbote

Der Ire Gallus kam mit dem Hl. Kolumban in das Frankenreich und gegen 600 nach Alemannien. Mehrere Jahre lebten und missionierten die beiden am Bodensee. Während Kolumban weiter nach Italien ging, blieb Gallus krankheitshalber zurück und zog sich in eine Einsiedelei an der Steinach zurück, wo sich ihm bald andere Mönche anschlossen. Aus der Zelle, in der er gelebt hatte, entwickelte sich 100 Jahre nach seinem Tod unter Abt Otmar die Abtei St. Gallen.

 

Hymnus

Du starker Gott, der diese Welt

im Innersten zusammenhält,

du Angelpunkt, der unbewegt

den Wandel aller Zeiten trägt.

 

Geht unser Erdentag zu End' ,

schenk Leben, das kein Ende kennt:

führ uns, dank Jesu Todesleid,

ins Licht der ew`gen Herrlichkeit.

 

Vollenden wir den Lebenslauf,

nimm uns in deine Liebe auf,

dass unser Herz dich ewig preist,

Gott Vater, Sohn und Heil`ger Geist.

Amen.

Ps 119, 161-168

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Fürsten verfolgen mich ohne Grund,*

doch mein Herz fürchtet nur dein Wort.

 

Ich freue mich über deine Verheißung*

wie einer, der reiche Beute gemacht hat.

 

Ich hasse die Lüge, sie ist mir ein Gräuel,*

doch deine Weisung habe ich lieb.

 

Siebenmal am Tag singe ich dein Lob*

wegen deiner gerechten Entscheide.

 

Alle, die deine Weisung lieben,

empfangen Heil in Fülle;*

es trifft sie kein Unheil.

 

Herr, ich hoffe auf deine Hilfe*

und befolge deine Gebote.

 

Meine Seele beachtet, was du gebietest, *

und liebt es von Herzen.

 

Ich folge deinen Vorschriften und Befehlen;*

denn alle meine Wege liegen offen vor dir.

 

 

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *

und dem Heiligen Geist.

 

Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit *

und in Ewigkeit. Amen

Die deine Weisung lieben, o Gott, empfangen Heil in Fülle.

Kurzlesung Lk 12 5

In jener Zeit sagte Jesus: Ich will euch zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der nicht nur töten kann, sondern die Macht hat, euch auch noch in die Hölle zu werfen! Ja, das sage ich euch: Ihn sollt ihr fürchten.

 

Responsorium

V Sieh her, o Gott, du, unser Beschützer.

R Schau auf das Antlitz deines Gesalbten.

Impuls

Jesus lehrt, die einzige richtige Furcht sei die Gottesfurcht. Sie sei die Lösung für alle unsere Lebensängste. Die Menschen können den Leib töten, aber sonst nichts mehr tun. Darüber hinaus hätten sie keine Vollmacht. Gott dagegen sei derjenige, „der, nachdem er getötet hat, auch die Macht hat, in die Hölle zu werfen“. Unser Schicksal liegt also nicht in der Hand böser Menschen, sondern allein Gott ist der souveräne Herr über Tod und Leben, Hölle und Himmel. Nur er hat ewigen Einfluss auf uns. Die Gottesfurcht kann uns von aller Menschenfurcht und von unseren Lebensängsten befreien.

 

Gebetsgedenken

Gott, schau auf uns und nimm uns die Angst. Richte uns auf und gib uns neuen Mut. Steh uns zur Seite und sei du unsere Kraft.

 

Oration

Allmächtiger Gott, so sehr hast du die Welt geliebt, dass du deinen einzigen Sohn dahingabst für das Heil der Welt. Schenke deiner Kirche die Bereitschaft, sich dir als lebendiges Opfer zu weihen, damit sie ganz erfüllt werde von deiner Liebe. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.

Der Herr segne uns. Er bewahre uns vor Unheil und führe uns zum ewigen Leben.

Amen.

 

 

 

Auferstehungsgebet

Wir freuen uns,

Herr Jesus Christ,

dass du auferstanden bist

vom Tod.

Das Grab ist leer!

Halleluja, großer Gott!

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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