Freitag, 16.02.2024

Gemeinsame Gebetszeit

"Herr Jesus Christus,
wir sind Zeugen Deines Todes
und Deiner Auferstehung"

Jes 58, 1-9a; Ps 51, 3-4.5-6b.18-19; Mt 9, 14-15

Freitag nach dem Aschermittwoch

Hymnus

O Herr, nimm unsre Schuld,

mit der wir uns belasten,

und führe selbst die Hand,

mit der wir nach Dir tasten.

 

Wir trauen Deiner Macht

und sind doch oft in Sorgen.

Wir glauben Deinem Wort

und fürchten doch das Morgen.

 

Wir kennen Dein Gebot,

einander beizustehen,

und können oft nur uns

und unsre Nöte sehen.

 

O Herr, nimm unsre Schuld,

die Dinge, die uns binden,

und hilf, dass wir durch dich

den Weg zum andern finden.

(GL 273)

Offb 15, 3-4

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

Groß und wunderbar sind Deine Taten,*

Herr und Gott, Du Herrscher über die ganze Schöpfung!

 

Gerecht und zuverlässig sind Deine Wege,*

Du König der Völker.

 

Wer wird Dich nicht fürchten, Herr,*

wer wird Deinen Namen nicht preisen?

 

Denn Du allein bist heilig:+

Alle Völker kommen und beten Dich an;*

denn offenbar geworden sind Deine gerechten Taten.

  

Ehre sei dem Vater und dem Sohn*

und dem Heiligen Geist.

 

Wie es war im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit*

und in Ewigkeit. Amen. 

Deine Wege sind gerecht und wahr, du König aller Zeiten.

 

 

 

Kurzlesung Jak 5 16.19-20

Bekennt einander eure Sünden und betet füreinander, damit ihr geheiligt werdet! Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten. Meine Brüder, wenn einer bei euch von der Wahrheit abirrt und jemand ihn zur Umkehr bewegt, dann sollt ihr wissen: Wer einen Sünder, der auf Irrwegen ist, zur Umkehr bewegt, der rettet ihn vor dem Tod und deckt viele Sünden zu.

Responsorium

R Sei mir gnädig und heile mich,* ich habe vor dir gesündigt.

V Verschließe mir nicht dein Erbarmen;* Herr, eile mir zur Hilfe.

Impuls

"Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten." (Mt 9, 15)

Viele Generationen vor uns haben in Bedrängnis gelebt. Dennoch scheint unsere Zeit eine Zeit besonderer Bedrängnis zu sein, in der uns Christen der Bräutigam weggenommen ist, die Zeit eine Zeit ohne Gott zu sein scheint. Doch sind wir dafür nicht selbst verantwortlich? ER hat uns Menschen mit Allem ausgestattet, was wir benötigen, um Sein Reich auf Erden aufzurichten. Trennen wir in dieser Fastenzeit von uns ab, was uns hindert auf dem Weg zu Ihm.

Der Heilige Johannes Paul II. schreibt über die Fastenzeit: "Eine Zeit tiefer Wahrheit also, die zur Bekehrung führt und Hoffnung verleiht, die innere Ruhe und Zuversicht schenkt, indem sie alles wieder an die richtige Stelle rückt. Eine Zeit, die uns über das Verhältnis zu „unserem Vater“ nachsinnen lässt und jene Ordnung wiederherstellt, die unter Brüdern und Schwestern herrschen sollte; eine Zeit, die uns die gegenseitige Verantwortung füreinander bewusst macht; die uns von unseren Egoismen befreit, von unseren kleinlichen Sorgen und Armseligkeiten, von unserem Stolz; eine Zeit, die uns Klarheit gibt und die Einsicht, dass unser Leben – wie bei Christus – ein Dienst sein muss...Ja, Fastenzeit ist Zeit der Wahrheit! Prüfen wir uns also in Ehrlichkeit, Offenheit und Demut! Unsere Brüder treffen wir dort, bei den Armen und Kranken, bei den Alten und Verlassenen. Wie steht es da mit unserer Liebe, mit unserer Wahrheit?" (Hl. Johannes Paul II., Botschaft für die Fastenzeit 1981)

Gebetsgedenken

Beten wir für die Armen und Kranken, die Alten und Verlassenen.

Oration

Allwissender Gott, du siehst nicht auf unsere äußeren Werke, sondern auf unser Herz. Gib, dass wir mit reiner Gesinnung vollbringen, was wir in diesen vierzig Tagen an Buße und Verzicht  auf uns nehmen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unseren Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen.

V Singet Lob und Preis.
R Dank sei Gott, dem Herrn.

 

 

Auferstehungsgebet

Herr Jesus Christus, deine Wiederkunft wird Gericht sein und in ein Fest münden. Der Himmel wird neu, die Erde wird neu. Die Völker werden sich in deinem Frieden versammeln. Ostern wird sein für alle im himmlischen Jerusalem. Lass uns dabei sein und leben in Ewigkeit. Amen. (GL 680, 9)

Ordensgebet

Herr Jesus Christus,

Du rufst uns,

Zeugen Deiner Botschaft und Deiner Erlösung zu sein.

Wir sind Zeugen Deines Todes und Deiner Auferstehung,

Zeugen des Lebens, das Du gebracht hast,

Zeugen der Liebe, Zeugen der Freude.

Wir sind gerufen,

aus der Kraft Deines Kreuzes und Deiner Auferstehung,

durch unser Wort und unser christliches Leben,

den Menschen Hoffnung und Zuversicht zu geben.

Herr,

gib uns in Deinem Geist Mut zum Zeugnis.

Gib uns offene Augen,

offene Ohren

und ein offenes Herz für die Not der Menschen,

besonders für die Christen im Hl. Land,

die unserer persönlichen Sorge anvertraut sind.

Lass uns denken und handeln nach Deinem Wort und Beispiel.

Lass uns unsere Berufung leben mit den Schwestern und Brüdern,

die zur Gemeinschaft des Ritterordens gehören.

Lass uns miteinander auf dem Weg sein.

Lass uns leben in und mit Deiner Kirche.

Lass uns selbst Kirche sein, wie Du sie gewollt hast.

Sei gepriesen jetzt und in Ewigkeit.

Amen.

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