Komturei Wien - intern

Fronleichnam im Stephansdom und in der Wiener Innenstadt


Am Hochfest des Leibes und Blutes Christi nahmen der Statthalter des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Dr. Werner Johler, sowie Mitglieder der Komturei Wien an den feierlichen Liturgien im Stephansdom teil und begleiteten anschließend die traditionelle Fronleichnamsprozession durch die Wiener Innenstadt.

Den Auftakt bildete das Hochamt um 8:30 Uhr im Stephansdom, das von Erzbischof Josef Grünwidl zelebriert wurde. In seiner Ansprache hob er die bleibende Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie hervor und ermutigte die Gläubigen, diese Realität im Alltag glaubwürdig zu bezeugen.

Im Anschluss zog die Prozession durch die Wiener Innenstadt und machte an mehreren Altären Station: Am Michaelerplatz wurde die erste Predigt gehalten, bevor der Weg weiter zum zweiten Altar vor der Peterskirche führte. Den Abschluss bildete der dritte Altar am Stephansplatz beim Singertor, wo der feierliche Stadtsegen erteilt wurde.

Nach der Prozession folgten die Ordensgeschwister einer Einladung des Hochmeisters des Deutschen Ordens, Generalabt Frank Bayard, ins Deutschordenshaus. Bei einer Agape, zu der unter anderem vom Malteserorden gestifteter Wein sowie weitere Getränke und ein herzhaftes Gulasch gereicht wurden, bot sich Gelegenheit zu Begegnung und Austausch. Als Gast kam auch der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl der die entspannte Atmosphäre nach den Anstrengungen der Feierlichkeiten sichlich genossen hat.  Diese Zusammenkunft stellt zugleich eine der seltenen Gelegenheiten dar, bei denen Angehörige der drei päpstlichen Ritterorden – des Malteserordens, des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem und des Deutschen Ordens – einander begegnen und den persönlichen Austausch pflegen können.

Die Feierlichkeiten zu Fronleichnam verbanden in würdiger Weise liturgische Tiefe und ein öffentliches Glaubenszeugnis im Herzen Wiens.

Einkehrtag der Komturei Wien in Gumpoldskirchen

Am 30. Mai 2026 fand im Deutschordenshaus in Gumpoldskirchen ein Einkehrtag der Komturei Wien statt. Insgesamt nahmen 20 Personen – 13 Ordensmitglieder sowie 7 Gäste – an dieser Veranstaltung teil.

Der Einkehrtag begann um 09:30 Uhr mit dem Eintreffen der Teilnehmer im Schloss Gumpoldskirchen.

Um 10:00 Uhr eröffnete der Prior der Komturei Wien, DDr. Matthias Beck, den Tag mit Impulsvorträgen. Inhaltlich standen dabei zentrale Themen des geistlichen Lebens im Mittelpunkt: die Einladung Gottes und die Antwort des Menschen, die Bedeutung von Selbsterkenntnis und Umkehr, die Ausrichtung des eigenen Willens am Willen Gottes sowie die Betrachtung von Kreuz und Auferstehung Christi als Weg zur inneren Freiheit. Ebenso wurde die geistliche Tradition der ignatianischen Exerzitien als hilfreicher Zugang zur Unterscheidung der Geister und zur Klärung der eigenen Berufung hervorgehoben.
Weiterführende Ausführungen zu den Impulsvorträgen stehen zum Download zur Verfügung:

oessh_komturei_wien_-_einkehrtag_2026.pdf

Ein besonderer Höhepunkt war die Feier der Heiligen Messe um 12:00 Uhr in der Kapelle des Schlosses Gumpoldskirchen. Im Anschluss daran fand das gemeinsame Mittagessen im Gasthof Krug – Altes Zechhaus statt.

Am Nachmittag wurden die Impulse vertieft und durch gemeinsamen Austausch ergänzt. Gegen 16:00 Uhr endete der offizielle Teil des Einkehrtages.

Den stimmungsvollen Abschluss bildete der Besuch des Weinfestes in Gumpoldskirchen. In geselliger Atmosphäre trafen die Damen und Ritter des Ordens dort auch auf den „Weinkönig“ und die „Weinkönigin“ und ließen den Tag in gemeinschaftlichem Austausch ausklingen.

Der Einkehrtag verband in gelungener Weise geistliche Vertiefung, liturgische Feier und geschwisterliche Begegnung im besonderen Ambiente des Deutschordenshauses.

 

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