Seit 2025 wird der Ritterorden in Österreich von
Statthalter DI Dr. Werner Johler, MBA und
Großprior Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM geleitet.
Dem obersten Leitungsgremium - dem Statthaltereirat - gehören u.a. an:
Ordenskanzler Martin Partilla, MAS, MBA
Ordenssekretär Heidrun Fichtinger, MA
Schatzmeister Mag. Reinhold Prinz
Geistlicher Zeremoniär Pater Mag. theol. Michael Christian Robitschko OSB
Weltlicher Zeremoniär Mag. Gerhard Mayr
Alle Aktivitäten der österreichischen Statthalterei im Heiligen Land werden von der Kommissionfür das Heilig-Land koordiniert, die dem Statthalter für diese Aufgabe zur Verfügung steht.
Der Hilfe für das Heilige Land dient auch die von der Statthalterei gegründete österreichische "Gaza-Stiftung für Friedensforschung". Durch Sammelaktionen in- und außerhalb des Ordens werden jene Mittel aufgebracht, die vorwiegend für den Lebensunterhalt armer christlicher Familien in Gaza oder für die Verbesserung von christlichen Kindergärten und Schulen verwendet werden.
In den vergangenen Jahren wurden in Österreich durch den Ritterorden im Durchschnitt mehr als 800 000 € (Spenden der Damen und Ritter, Spenden der österreichischen Pfarren und einzelner Wohltäter) für das Heilige Land aufgebracht.
Es ist für die österreichische Statthalterei sehr wichtig, auch in der lokalen Kirche verankert zu sein. So entsendet der Orden ein Mitglied in den Laienrat. Sehr erfreulich ist es, dass auch Angehörige des Episkopates (darunter S. Eminenz Christoph Kardinal Schönborn, S.E. Altbischof Paul Iby, S.E. Diözesanbischof Alois Schwarz, S.E. Militärbischof Werner Freistetter) dem Ritterorden angehören.
954 wurde die Österreichische Statthalterei unter dem Großmeister Kardinal Canali mit dem Großprior Erzbischof Dr. Andreas Rohracher und dem Statthalter Univ. Prof. Dr. Erwin Domanig in Salzburg neu begründet. Derzeit zählt der Ritterorden in Österreich über 400 Mitglieder, Ritter, Damen und Geistliche.
Die Österreichische Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem hat Rechtspersönlichkeit kraft kirchlichen Rechts und auch für den innerstaatlichen Bereich aufgrund des Konkordats zwischen der Republik Österreich und dem Heiligen Stuhl.
Der Statthalter
leitet und vertritt den Orden in Österreich und gegenüber dem Ausland. Er trägt Sorge für die entsprechenden Tätigkeiten und wacht über die genaue Einhaltung der vom Großmeisteramt ergehenden Richtlinien und Weisungen. Der Ritterorden in Österreich wird geleitet von Statthalter DI Dr. Werner Johler MBA.
Dem Grossprior
obliegt die geistliche Führung des Ordens. Er unterstützt den Statthalter bei der Leitung der Statthalterei und begleitet die Kandidaten, Ritter und Damen bei ihrem Leben im Geist des Ordens.
Derzeit ist Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM, Großprior der Österreichischen Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem.
Die Komtureien
Das Ordensleben ist in Österreich in folgende zwölf Komtureien gegliedert, an deren Spitze ein Leitender Komtur steht:
Baden-Wiener Neustadt, Bregenz, Eisenstadt, Graz, Innsbruck, Klagenfurt, Klosterneuburg, Linz, Salzburg, Salzkammergut, St.Pölten, Wien

Die Ordensdamen sind gemeinsam mit Ordensrittern - Männer in weltlichen Berufen, Ordensleute und Priestern - vollkommen gleichberechtigte Mitglieder des Ritterordens vom Heiligen Grab zu Jerusalem. Diese Gleichberechtigung von Frauen, Männern und Klerikern ist einzigartig in der Röm.-Kath. Kirche.
Ursprünglich war nur die Aufnahme männlicher Mitglieder vorgesehen. Doch bereits am 15. April 1871 erhielt Gräfin Mary Frances Lomax aus England, von Papst Pius IX. das Recht, das Abzeichen des Hl. Grabes als Dame des gleichnamigen Ordens zu tragen. Sie ist somit die erste Ordensdame im Orden des Ritterordens vom Hl. Grab zu Jerusalem!
Mit Konsequenz und Ausdauer hat sie die Aufnahme von Damen verfolgt. Papst Leo XIII. bestätigte mit dem Breve Venerabilis Frater vom 3. August 1888 offiziell den Beschluss von Papst Pius IX. und ermächtigte damit den Patriarchen zur Verleihung der Ordensinsignien auch an Damen. Heute gehören dem Orden über sechstausend Damen an, das sind etwa 25 Prozent der Ordensangehörigen.
Der Ordensmantel der Damen ist schwarz mit weißem Revers und dem fünffachen roten Jerusalemkreuz auf der linken Brustseite. Als Mitglieder eines päpstlichen Ordens tragen Ordensdamen einen schwarzen Schleier.
Glaube, Liebe, Hilfsbereitschaft und der geschwisterliche Umgang miteinander zeichnen die Damen vom Hl. Grab zu Jerusalem aus. Sie sind aber auch geprägt vom Selbstbewusstsein mündiger Christinnen.
Im täglichen Leben beweisen sie durch gelebte Nächstenliebe das Füreinander und Miteinander einerseits im Glauben und andererseits im Engagement für das Hl. Land (das Lat. Patriarchat) und ihre jeweilige Ortskirche.
Die Ordensdamen bringen sich mit vollem Herzen, großem Elan und viel Idealismus in das Ordensleben ein, gestalten es durch verschiedenste Aktivitäten und stellen mit ihren oft typisch weiblichen Zugängen und Charismen eine Bereicherung des Ordenslebens dar.
Im Rahmen der Österreichischen Statthalterei tragen die Ordensdamen vielfältig zur Verwirklichung der Ziele und Umsetzung der Projekte des Ordens und der Intensivierung des Ordenslebens bei.
OD Dr. Ursula-Maria Fürst
© 2026 Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem, Statthalterei Österreich
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